Je größer der Bekanntenkreis, desto glücklicher der Mensch – er ist schließlich ein Rudeltier. Was viele denken, ist nicht unbedingt falsch, sagen Forscher der London School of Economics. Die Wissenschaftler sagen aber auch: je intelligenter der Mensch, desto weniger Freunde braucht er. Vielmehr genügt er sich selbst.

Wie kommt das? Die Experten gehen davon aus, dass schon unsere frühesten Vorfahren die Grundlage für unser heutiges Glücksempfinden gelegt haben. Die Jäger und Sammler lebten damals in Gruppen. Sie verbündeten sich und kämpften gemeinsam gegen Feinde – und der soziale Zusammenhalt war zentraler Überlebenstrieb.
Das ist heute anders: Er ist nicht mehr lebenswichtig, und intelligente Menschen haben sich laut den Forschern diesen Gegebenheiten des modernen Lebens besser angepasst. Sie zögen es vor, sich weniger zu vernetzen. Stattdessen liege ihr Fokus auf anderen Dingen – zum Beispiel auf der Selbstverwirklichung. Innige Freundschaften hätten sie dennoch, wenn auch deutlich weniger.