Rosa oder blau? Wenn es um Spielzeug geht, übersetzen die meisten Menschen diese Frage mit: für ein Mädchen oder für einen Jungen? Und das ist falsch, sagen Experten.  "Eltern sollten sich die Frage stellen: Was mag mein Kind gern, wofür interessiert es sich?", sagt Prof. Petra Lucht vom Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der Technischen Universität Berlin.
Entscheidend ist also die Neigung – auch wenn die Spielwarenindustrie ein gänzlich anderes Gefühl vermitteln will. So werden viele Klassiker, die früher geschlechterneutral waren, heute in einer Mädchen-Variante angeboten.
Eltern sollten sich davon nicht einschränken lassen. Wenn die Tochter ganz begeistert von der Eisenbahn sei oder der Sohn eben von Puppen, können Eltern ruhig ganz selbstverständlich zugreifen. Der Rat: bloß keine Verbote und keinen Gegendruck, lieber Gelassenheit. So hätten Mädchen in einem bestimmten Alter manchmal besonders viele rosafarbene Sachen im Zimmer, was sich in der Pubertät schnell wieder ändern kann.