Ob draußen oder drinnen – die meisten deutschen Städte bieten eine Menge spannender Ziele für kostenlose Ausflüge. prisma verrät, wo Familien, Paare, Sport- und Naturbegeisterte sich im Süden ohne Geldbeutel vergnügen können.

Badenweiler: Burgruine Baden

Rheinebene, Römerberg, Schwarzwald: Für dieses Panorama lohnt sich der im letzten Abschnitt kurzzeitig etwas steile Aufstieg auf den Bergfried. Die Ruine der mehrstöckigen Burg Baden wurde in den 1980er-Jahren restauriert, die Formen der Fenster sind noch gut zu erkennen. Die hohen Mauern umgrenzen Teile eines architektonisch spannenden Areals, zu dessen Räumen unter anderem der Palas gehört. Der Baumbewuchs, der auch vor dem Burginneren nicht Halt gemacht hat, gibt der Kulisse etwas Verwunschenes. Adresse: Schloßbergstraße, 79410 Badenweiler. Geöffnet: ganzjährig bei Tageslicht. Mehr Infos: www.burg-badenweiler.de

Badenweiler: Park der Sinne

Der zirka fünf Hektar große Landschaftspark in der Schwarzwald-Gemeinde hat seit seiner Eröffnung vor mehr als sechs Jahren schon tausenden Besuchern eindrucksvolle Erfahrungen beschert. Mehr als 20 Stationen laden ein, die eigenen Sinne zu stimulieren; ob es ums Sehen geht, ums Gleichgewicht, ums Bewegen, Riechen, Hören oder um die Selbsterfahrung. Eine Klangsäule und ein Wasserstrudel bilden externe Installationen. Das Konzept des Parks geht auf den Handwerker, Künstler und Philosophen Hugo Kükelhaus zurück (1900–1984). Adresse: Oberer Kirchweg, 79410 Badenweiler. Geöffnet: ganzjährig. Mehr Infos: www.badenweiler.de

Berchtesgaden: Nationalpark

Gegründet 1978, hat der Nationalpark Berchtesgaden auf einer Fläche von mehr als 200 Quadratkilometern zahlreiche Highlights zu bieten, zum Beispiel seine Zweitausender Watzmann, Hochkalter und Hundstod, aber auch steile Schluchten und klare Gebirgsquellen. Wanderer lieben die Route durch die Klamm in das Tal, dessen Fläche auf einer Länge von 15 Kilometern mit Kies bedeckt ist. Es heißt, Bayern habe in diesem Schutzgebiet an der Grenze zu Österreich – ganz besonders im Wimbachgries – ausgeprägte Ähnlichkeit mit den Landschaften Kanadas. Adresse: Hirschbichlstraße 26, 83486 Ramsau bei Berchtesgaden (Nationalpark-Infostelle Hintersee Klausbachhaus). Geöffnet: ganzjährig. Mehr Infos: www.nationalpark-berchtesgaden.de

Bernstadt: Fohlenhaus

Weil die Formation mit ihren zwei kleinen Höhlen aus der Ferne an ein junges Pferd erinnert, wird der aus der Jurazeit stammende Fels "Fohlenhaus" genannt. Seine Silhouette ist über Jahrtausende hinweg aus Kalkalgen, Schwämmen und Korallen entstanden – in Zeiten, als das tropische Meer den Platz der heutigen Schwäbischen Alb innehatte. Das Fohlenhaus ist sowohl für Wanderer, Jogger, Nordic-Walker wie auch Radfahrer eine beliebte Destination, an der auch gegrillt werden kann, und liegt auf dem Wanderweg vom Salzbühl im Lonetal. Adresse: Fohlenhaus Lonetal, 89129 Bernstadt. Geöffnet: ganzjährig. Mehr Infos: www.lonetal.net

Blaubeuren: Blautopf

Eine der größten Karstquellen Deutschlands ist der Blautopf im staatlich anerkannten Erholungsort Blaubeuren: Aufgrund seiner wechselnden Farben bezeichnen viele Besucher den Blautopf als geheimnisvoll, unter anderem vielleicht, weil er Wasser aus einem weit verzweigten Höhlensystem an die Erdoberfläche bringt. Sagenumwoben ist die Quelle allemal – zumindest erinnert eine Steinskulptur an ein Phantasiegeschöpf. In unmittelbarer Umgebung des Blautopfs gibt es kostenpflichtige Angebote wie Vorführungen in der Blaubeurer Hammerschmiede und Fahrten mit dem "Blautopfbähnle". Adresse: Blautopfstraße 9, 89143 Blaubeuren. Geöffnet: ganzjährig. Mehr Infos: www.blautopf.de

Flossenbürg: KZ-Gedenkstätte

Die Rundgänge des taktvoll zu einem geschichtlichen Ausflugsziel umgestalteten Konzentrationslagers bietet Rundgänge in Dialogform und in verschiedenen Sprachen. In Ausstellungen vollziehen Besucher Phasen der Erinnerungsverdrängung sowie die Geschichte des Ortes nach. Die Reste des Lagers, das in einer einstigen Granitarbeiterstadt entstanden war, sind erst seit einigen Jahren wieder freigelegt. Die Stiftung Bayerischer Gedenkstätten rät, sich für einen Ausflug mindestens zweieinhalb Stunden Zeit zu nehmen. Adresse: Gedächtnisallee 5, 92696 Flossenbürg. Geöffnet: von März bis November täglich von 9 bis 17 Uhr, von Dezember bis Februar täglich von 9 bis 16 Uhr. Das Krematorium ist zwischen Dezember und März nicht zugänglich. Mehr Infos: www.gedenkstaette-flossenbuerg.de

Fränkische Schweiz: Ahorntal

Sie wird oft mit einer Zeichnung aus dem Märchenbuch der Gebrüder Grimm verglichen, die Burg Rabenstein, von der aus man ins idyllische Ahorntal hinabblickt – auf Wiesen, Wälder, Felsen und den Fluss Wiesent, einen Nebenfluss der Regnitz. Die ansässigen Gemeinden sind in ihrer ländlich-bodenständigen Anmutung fast genauso malerisch wie das mehr als 40 Quadratkilometer weite Tal selbst. In unmittelbarer Umgebung liegen unter anderem die Falknerei bei Burg Rabenstein, die Sophienhöhle, Kirchen und Kapellen. Adresse: Kirchahorn 63, 95491 Ahorntal (Tourist-Info). Geöffnet: ganzjährig. Mehr Infos: www.ahorntal.de, www.fraenkische-schweiz.bayern-online.de

Herrischried-Lochhäuser: Biologische Station Hotzenwald

Seit 1990 ist die Umweltbildung eines der Ziele der Biologischen Station im Haus Murgquelle, in dem Besucher Präparate einheimischer Vogelarten, Säugetiere und Insekten anschauen können. Auch Pflanzen, Mineralien und Gesteine gehören zu der privaten naturkundlichen Sammlung, die als eine der schönsten und umfangreichsten im Umland gilt. Die Ausstellung ist eine von 55 Stationen auf dem Murgtalpfad, der entlang des gleichnamigen Flusses führt, einem der bedeutendsten Fließgewässer im Schwarzwald. Adresse: Lochhäuser 19, 79737 Herrischried-Lochhäuser. Geöffnet: von Mai bis Oktober, 14 und 18 Uhr, nach vorheriger Anmeldung unter Telefon 07764 6612. Mehr Infos: www.schwarzwald-tourismus.info

Karlsruhe: Museen

Unter dem Motto "Happy Friday" laden jeden Freitag ab 14 Uhr das Zentrum für Kunst und Medien, das Badische Landesmuseum, die Städtische Galerie und das Naturkundemuseum zum Besuch bei freiem Eintritt ein. Das Museum der Majolika im Landesmuseum verlangt grundsätzlich keine Ticketgebühr, ist derzeit allerdings wegen technischer Arbeiten geschlossen. Das Badische Landesmuseum bietet ab 16 Uhr eine kostenlose Führung durch seine Räume an. Mehr Infos: www.karlsruhe-tourismus.de

Mannheim: Käfertaler Wald

Abenteuerlustige Kinder fühlen sich vor allem auf dem Karlstern-Waldspielplatz in Mannheims größtem Waldgebiet: Auf Schaukel, Wippe, Rutsche und Seilbahn können sie nach Herzenslust toben. Muffelwild, Bisons und Wildschweine können Besucher im Wildgehege beobachten, einen Vogelpark gibt es auch. Darüber hinaus führt ein Trimm-Dich-Pfad Aktive durch das Naherholungsgebiet, in dem sich auch ein Weiher mit Aussichtsplattform befindet. Zusätzlich stehen Bolzplätze, Minigolf-Anlage und Kneipp-Becken zur Verfügung. Adresse: Käfertaler Wald, 68309 Mannheim. Geöffnet: Wald und Wildgehege ganzjährig, Vogelpark im Sommer von 8 bis 19 Uhr, im Winter von 8 bis 17 Uhr. Mehr Infos: www.mannheim.de, www.vogelpark-mannheim.de

München: Museen

Das Archiv Geiger, Artothek und Bildersaal, Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke, Geologisches Museum, Feuerwehrmuseum, Kunstarkaden, Lothringer13 Halle, die Passage des MaximiliansForum, Münchner Kaiserburg, Münchner Bank Museum, Kartoffelmuseum (derzeit geschlossen), Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie, Rathausgalerie, Sammlung Goetz und die Sammlung Vermessung im Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung sind für Besucher grundsätzlich frei zugänglich. Die Bayerische Staatsbibliothek bietet alle zwei Monate Führungen durch das Gebäude sowie kostenfreie wöchentliche Führungen durch die wechselnden Ausstellungen. Lesesäle sind gratis zugänglich, die Sammlungen mit einem kostenfreien Benutzerausweis. Jeden ersten Donnerstag im Monat ist der Eintritt im Haus der Kunst zwischen 18 und 22 Uhr frei, in der Villa Stuck jeden ersten Freitag im Monat zwischen 18 und 22 Uhr. Mehr Infos: www.museen-in-muenchen.de; www.muenchen.de

München: Planetenweg

Um Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun zu bestaunen, muss man nicht ins All fliegen. Der rund 4,6 Kilometer lange Planetenweg führt vom Deutschen Museum bis zum Tierpark Hellabrunn und zeigt ein maßstabsgetreues Modell unseres Sonnensystems. Jeden Dienstag- und Freitagabend führen Experten bei freiem Eintritt durch das Cassegrain-Spiegelteleskop in der Sternwarte im Deutschen Museum. Adresse: Museumsinsel 1, 80538 München. Geöffnet: Montag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr (Deutsches Museum). Mehr Infos: www.beobachtergruppe.de

München: Walderlebniszentrum Grünwald

Wildschweine im Schwarzwildgehege beobachten – auch bei der Fütterung, an zehn hübsch gestalteten Pfadstationen den Wald aktiv erleben, im 1863 für die königliche Jagd errichteten Pavillon eine kleine Ausstellung über verschiedene Waldlebewesen besuchen: Das alles bietet das Walderlebniszentrum Grünwalder Sauschütt. An Sonntagen führen Mitarbeiter um 14 Interessenten kostenlos durch das Areal. Neu ist ein barrierefreier Sinnespfad, der auch für Blinde geeignet ist. Adresse: Sauschütt, 82031 Grünwald. Geöffnet: Wald, Wildschweingehege, Erlebnispfad ganzjährig durchgehend; Sonntags-14-Uhr-Führung von Mai bis Oktober. Mehr Infos: www.walderlebniszentrum-gruenwald.de

Sasbachwalden: Gaishöll Wasserfälle

Was die Wasserfälle in diesem Tal des Schwarzwalds von anderen in anderen Schwarzbach-Tälern unterscheidet, sind möglicherweise die Emotionen, die einen großen Teil der Wanderer bei ihrem Anblick überkommen. Viele sprechen von einer Art wilden Romantik, welche die Kaskaden ausstrahlen. Das Wasser des Brandbachs stürzt eine schmale Schlucht hinab und landet auf großen Felsteilen und Findlingen. Der Weg, der durch die "Gaishölle" führt – die Entstehung des Namens ist vor Ort nachzulesen – ist 800 Meter lang, hat 225 Stufen und 13 Brücken. Adresse: Zugang nahe Kurpark, Talstraße 51, 77887 Sasbachwalden. Geöffnet: ganzjährig. Mehr Infos: www.sasbachwalden.de

Stein bei Nürnberg: Freiland-Aquarium und -Terrarium Stein

Einheimische Reptilien und Amphibien, Fische, Kräuter sowie Wasser-, Sumpf- und Wildpflanzen gibt es in dem Aquarium und Terrarium auf offenem Gelände zu sehen. Das Besondere: Alle Tiere stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Vor allem Kinder besuchen gern die 1927 für die Öffentlichkeit zugänglich gemachte Anlage, auf der Frösche laichen, Libellen schlüpfen und Feuersalamander ein Sonnenbad nehmen. Betreiber ist die Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg. Adresse: Heuweg 16, 90547 Stein bei Nürnberg. Geöffnet: vom 1. Mai bis zum 30. September an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 9 bis 18 Uhr. Mehr Infos: www.freiland.nhg-nuernberg.de

Stuttgart: Staatsgalerie

Jeden Mittwoch haben Kunstinteressierte freien Eintritt in die Sammlung des Museumskomplexes, der auf mehr als einem Hektar Meisterwerken vom 14. Jahrhundert bis heute zeigt. Ein Fokus liegt auf der Klassischen Modernem zudem beherbergt die Staatsgalerie etwa 400.000 Werke der Graphischen Sammlung, altschwäbische Tafelmalerei sowie bedeutende Arbeiten aus dem Schwäbischen Klassizismus des 19. Jahrhunderts. Adresse: Konrad-Adenauer-Straße 30-32, 70173 Stuttgart. Geöffnet: Dienstag, Mittwoch, Freitag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Donnerstag 10 bis 20 Uhr. Mehr Infos: www.staatsgalerie.de

Stuttgart: Städtisches Lapidarium

Historischer Park und gleichzeitig ein Freilichtmuseum, gilt das Städtische Lapidarium als ein Museum, das mit seinem facettenreichen "Stein" (lateinisch: lapis) eine außergewöhnlichere Perspektive auf die Kultur- und Baugeschichte Stuttgarts eröffnet. Manche nennen es das mit zahlreichen Skulpturen und Plastiken versehene Gelände das "steinerne Bilderbuch der Stadtgeschichte". Der 1905 entstandene Park ist mit Terrassen und einem Brunnenhof ausgestattet. Sein alter Baumbestand macht das Areal zu einem atmosphärischen Naherholungsort für die ganze Familie. Adresse: Mörikestraße 24/1, 70178 Stuttgart. Geöffnet: Juni bis August, Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Mehr Infos: www.stadtmuseum-stuttgart.de/lapidarium

Thalmässing: Spaßwanderweg

Auf dieser vom lokalen Fremdenverkehrsverein Route geht es anders zu als auf gewöhnlichen Wanderwegen: Steine albern, Kunstwerke bespaßen, Objekte täuschen. Auf drei Rundwegen von vier, sechs oder zehn Kilometern Länge kommen vor allem Familien aber nicht nur mit Blick auf das Amüsement auf ihre Kosten, sondern können gleichzeitig die malerische Szenerie im Naturpark Altmühltal an der Grenze zum Seenland in Franken genießen. Rundweg drei ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Adresse: Ruppmannsburg 27, 91177 Thalmässing (Fremdenverkehrsverein). Geöffnet: ganzjährig frei. Mehr Infos: www.spasswanderweg.de