Spiele sind so populär wie nie zuvor, doch welche Neuheiten machen wirklich Spaß? Hier ist unsere Auswahl.

Was für ein Szenario: eine stürmische Nacht im Herbst, eine Autopanne und eine verlassene Hütte im Wald, in der die Gestrandeten Unterschlupf suchen. Am nächsten Morgen sind alle Türen und Fenster mit Zahlenschlössern verriegelt. Wird die Gruppe es schaffen zu fliehen, dem perfiden Spiel eines geheimnisvollen Unbekannten zu entkommen? Da sind Köpfchen, Ausdauer, Geschicklichkeit und das Zusammenspiel der Gruppe gefragt, um die individuellen Stärken zusammenzubringen und die Schlösser des vermeintlichen Gefängnisses auf der Flucht zu entriegeln.

Auf der Flucht – was als Online-Spiel begann, hat sich längst auf reale Spielstätten verlagert. In fast 100 Städten bundesweit gibt es über 500 fesselnde Spielräume für "Live Escape Games". Und Escape-Spiele zur spielerischen Bewältigung einer Gefangenschaft sind derzeit auch der Top-Trend auf dem Markt der Brettspiele.

Nervenkitzel garantiert

Mal geht es darum, aus einer verlassenen Hütte zu entkommen, mal aus der Grabkammer des Pharao, mal einem Mittelalter-Spektakel auf einer Burg oder – ganz profan – dem Keller der Schule beim Nachsitzen. Was alle Spiele eint: Das Spielgeschehen am Tisch fesselt die Beteiligten, keiner verlässt den Raum. Denn mit jedem gelösten Rätsel, mit jedem geknackten Code kommen die Spieler der Freiheit ein Stück näher. Die neuen Brettspiele entschleunigen den Alltag, laden in eine andere, faszinierende Welt ein. Das kommunikative, haptische Element dieser Spiele machen Apps und Computer für Stunden vergessen. Zugespitzt: eine digitale Entgiftung mit Papier und Kartonagen, Würfeln und Spielfiguren.

Genauso gefragt sind Spiele mit erfolgreicher Roman- oder Krimivorlage. Sebastian Fitzek beispielsweise ist einer der erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Jetzt gibt es den Nervenkitzel und die Spannung seiner Bücher auch als Brettspiel, beklemmend- aufregende Gefühlen inklusive: "Sebastian Fitzek – Safehouse" (hier bei Amazon bestellen) ist ein spannendes wie kooperatives Spiel, bei dem sich die Spieler durch mehrere Ebenen ins rettende "Safehouse" spielen müssen.

Sie sind immer auf der Flucht vor den Verfolgern – und die Uhr tickt gnadenlos weiter. Fitzek-Fans finden hier und da Hinweise und Details aus seinen Büchern. Und wenn man noch nie ein Buch von ihm gelesen hat? Dann ist es vor allem ein richtig gutes Spiel, das einen so schnell nicht mehr loslässt. Das gilt auch für den neuen Roman von Ken Follett. Das Spiel "Das Fundament der Ewigkeit" (hier bei Amazon bestellen) ist zeitgleich mit dem Roman erschienen. Bis zu vier Spieler ab zwölf Jahren kämpfen vor dem Hintergrund des Hundertjährigen Krieges um Macht und Einfluss, spinnen Intrigen und behalten wechselnde Machtverhältnisse im Blick. Nicht minder spannend ist es, wenn sich die Game-of-Thrones-Welt mit dem Brettspiel-Klassiker Catan zusammentut. Elf bekannte Charaktere der Fantasy-Saga unterstützen als Heldenkarten die Catan-Spieler, sorgen so zusammen mit den 3D-Figuren für ein komplett neues Spielerlebnis.

Schummeln erlaubt

Apropos 3D: Auch dreidimensionale Familien- und Kinderspiele finden immer mehr Freunde. "Photosynthesis" (hier bei Amazon bestellen) holt die Sonne aufs Spielbrett und baut auf einer Schonung einen dreidimensionalen Wald auf, während in "A Tale of Pirates" ein dreidimensionales Schiffsmodell als gefürchtetes Piratenschiff durch die Karibik gesteuert werden muss. Frech drehen derweil Pinguine ihre Bahnen im Spiel "Icecool" (hier bei Amazon bestellen), das mit dem Deutschen Kinderspielpreis ausgezeichnet wurde.

Wer sammelt die meisten Fische? Die Pinguine haben in ihrer Schule jedenfalls Besseres vor, als zu lernen. "Icecool" besticht durch seine wunderschöne Aufmachung. Aus fünf ineinander verschachtelten Teilen entsteht eine große, dreidimensionale Spielfläche, auf der die Pinguine durch das Labyrinth geschnipst werden. Je trickreicher, desto besser!

Doch was ist das schönste Spiel ohne echte Spielverderber? Beim Kinder-Kartenspiel "Schummel Hummel" ist das Mogeln sogar ausdrücklich erlaubt. Gewinner ist der, der die Karten durch clevere Schummelei im Ärmel oder unter dem Tisch verschwinden lässt.

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