"Frühling" ist ein wunderbares Wort, auch für Weinliebhaber. Wir verraten, warum.

Sehnsüchtig wird die erste Frühlingssonne nach einem langen Winter erwartet. Wer das erste Mal die wärmenden Strahlen auf der Haut spürt, sieht wie Krokusse aus dem Boden schießen und das Vogelgezwitscher hört, der spürt förmlich, wie das Energielevel und die Vorfreude auf den Sommer steigen. Die Winterjacke kommt in den Schrank, Röcke und Oberteile werden kürzer und die Speisen leichter. Vorbei sind auch die Zeiten, in denen der Rotwein nicht schwer genug sein konnte, um das Gemüt zu wärmen. Jetzt kommt die Zeit der frischen, leichten Weißweine, die natürlich auch zur Frühlingsküche bestens passen sollen. Wir haben eine spannende Auswahl für Sie getroffen.

2016 Silvaner "Juventa" trocken/Divino/Franken – 5,80 Euro

Silvaner gehört im Frühling in jeden Kühlschrank. Am besten gelingt die heimische Rebsorte in den Händen fränkischer Winzer. Die haben sich nämlich dieser Rebsorte verschrieben und sehen sie als Steckenpferd der Region an. Bei der Winzergenossenschaft Divino, einer der besten Deutschlands, gibt es vom leichten bis kräftigsten Lagensilvaner eine breite Auswahl. Der Juventa ist der leichte Frühlingsbegleiter. Hellgelb läuft er ins Glas. Im Bukett zeigen sich Aromen von Quitte, grünem Apfel, Heu und Mandeln. Mit moderater Säure ausgestattet und angenehm trocken ausgebaut, ist er nicht nur der klassische Begleiter zum königlichen Gemüse, dem Spargel, sondern passt zu allen leichten Speisen. www.divino-wein.de

2016 Riesling trocken/Karl Pfaffmann/Pfalz – 6,35 Euro

Pfälzer Rieslinge sind auch deshalb so beliebt, weil sie im Vergleich zu anderen Rieslingen immer ein bisschen mehr Körper und Fleisch auf den Rippen haben. Schließlich wachsen die Reben in dem klimatisch begünstigten Landstrich, der auch als "Toskana Deutschlands" bezeichnet wird. Hier ist es sonniger und wärmer im Vergleich zu Mosel oder Rheingau. Die heimische Paradesorte Riesling fällt in der Pfalz besonders bukettreich aus. Hier zeigen sich reife Aromen von Weinbergpfirsich, Ananas, Zitronenzesten und kandiertem Ingwer. Am Gaumen ein herrlich saftiges Spiel zwischen spritziger Säure und nachhaltiger Frucht. Moderat im Alkohol schmeckt der Wein ganz ohne Speisen, aber auch zum Abendbrot oder zu asiatisch gewürzten Gerichten. www.jacques.de

2016 White Thing/Kühling-Gillo/Rheinhessen – 7,90 Euro

Wer nach dem langen Winter nach blumigen Aromen lechzt, sollte den "White Thing" von der renommierten rheinhessischen Winzerin Carolin Spanier-Gillot kosten. Sie hat eine erfrischende und knackige Cuvée aus Aromarebsorten wie Sauvignon Blanc, Huxelrebe und Scheurebe zusammengestellt. Der frische Weißwein verführt mit Aromen von Orangenblüte, Jasmin, Grapefruit, Mandarine, Mango, Stachelbeeren, Zitronenmelisse und Minze. Am Gaumen wird die angenehm spritzige Säure von einer feinen cremigen Textur mühelos getragen. Ein langer Nachhall, der von den vielen exotischen Früchten und blumigen Noten geprägt ist, lässt einen schon von lauen Sommernächten auf der Terrasse oder gar vom Urlaub träumen. www.koelner-weinkeller.de

2016 Weißburgunder Juwel trocken/Juliane Eller/Rheinhessen – 8,50 Euro

Die sympathische Jungwinzerin Juliane Eller gehört zu den großen neuen Talenten in Deutschland. Erst vor kurzem hat sie den elterlichen Betrieb in Rheinhessen übernommen und auf den Kopf gestellt. Sie nennt ihre Weine Juwel, "weil ich als Winzerin die Trauben wie rohe Edelsteine behandle und zu hoffentlich brillanten Gewächsen schleife", erklärt Juliane Eller dazu. In der Tat fallen ihre Weine besonders präzise und fein aus. Besonders gelungen ist der Weißburgunder, den viele auch aufgrund der moderateren Säure schätzen. Hellgelb in der Farbe und zart blumig sowie delikat nussig duftend steigert er die Vorfreude auf den ersten Schluck. Am Gaumen zeigen sich eine dezent cremige Textur, eine moderat frische Säure und ein langer, mineralischer Nachhall. Ein mittelkräftiger, feiner Weißburgunder, der nicht zu schwer ist und zu Alltagsgerichten passt, aber auch ohne Speise genossen werden kann. www.juwel-weine.de

2014 Riesling-Sekt Tradition Brut/Griesel & Compagnie/Hessische Bergstraße – 13,70 Euro

In keinem anderen Land wird so viel Sekt getrunken wie in Deutschland. Handwerklich erzeugte heimische Prickler erleben dabei gerade eine Renaissance. Wie zum Beispiel die Sekte vom sympathischen Jungwinzer Niko Brandner, der in seinem Betrieb nichts anderes macht, als erstklassige Grundweine mit Hilfe der traditionellen Flaschengärung zum Schäumen zu bringen. Besonders beliebt bei den Sektfreunden sind die Schaumweine aus der Rebsorte Riesling. Brillant hellgelb und feinperlig zeigt sich dieser edle Sekt im Glas. Im Bukett verführt er mit klaren Aromen von Weinbergpfirsich, Orangenblüte und Zitrusfrüchten sowie feinen Hefearomen von Brioche und Toast. Der Sekt ist angenehm trocken, mit einer ausgewogenen Balance zwischen Säure, Fruchtextrakt und cremiger Textur. Ein AperitifSekt mit dem man auf die Ankunft des Frühlings anstoßen kann. www.griesel-sekt.de