Anwendungen mit Wasser können zahlreiche positive Effekte auf Körper und Geist haben.

So wandelbar Wasser in seinen drei Aggregatzuständen ist, so vielfältig unterstützt es die Gesundheit und das Wohlbefinden. Etwa bei Trinkkuren. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen zählen laut Bonner Interessengemeinschaft Deutsche Heilbrunnen im Verband Deutscher Mineralbrunnen Kalzium, Magnesium, Natrium, Hydrogencarbonat, Sulfat, Fluorid, Kiesel- und Kohlensäure. Ihre Wirkung ist wissenschaftlich belegt. "Vorgeschrieben sind bestimmte Mengen, damit sich ein Wasser Heilwasser nennen darf", sagt der Berliner Facharzt für physikalische Medizin, Dr. Rainer Brenke.

Heilwasser entsteht, indem Niederschlag bis zu Hunderten von Metern tief durch Gesteinsschichten sickert und so gefiltert und gereinigt wird. Dabei nimmt es Mineralstoffe und Spurenelemente auf. Welche, das bestimmt die Art des Gesteins. Enthält Heilwasser besonders viel Hydrogencarbonat, hilft es, den Säure-Basen- Haushalt im Körper zu regulieren. Kalzium wirkt unter anderem positiv auf den Herzrhythmus sowie den Aufbau von Knochen und Zähnen.

Als Therapieverfahren wird Heilwasser meist bei Rehamaßnahmen in Kurorten angewendet. "Die Indikationen reichen von Herz-Kreislauf-Problemen über Verdauungsbeschwerden und gynäkologische Erkrankungen bis hin zu Blasen-, Nieren- und Atemwegsbeschwerden", sagt Brenke. Gut sortierte Getränkemärkte bieten Heilwasser an, zugelassen vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (www.heilwasser.com).

"Als Kur empfehlen sich ein bis zwei Liter Heilwasser täglich über vier bis sechs Wochen, abhängig von Indikation und Begleiterkrankungen", sagt Brenke. Beliebt ist eine einwöchige Trinkkur mit je einem Glas lauwarmem Wasser morgens und abends. Dazwischen: vormittags einen Liter ungesüßten Kräutertee auf mehrere Tassen verteilt sowie im Anschluss stündlich ein Glas Wasser trinken, zum Abend Menge reduzieren.