Apfel oder Birne? Wer sich nicht entscheiden kann, sollte zur Quitte greifen. Die gelbe Frucht liegt optisch genau zwischen den beiden. Und obwohl die Quitte viele Vitamine und Mineralstoffe enthält, findet sie sich weit seltener auf unserem Tisch.

Damit wird man einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt nicht ganz gerecht. Zwar ist sie im rohen Zustand kaum genießbar, als Geliermittel für Marmeladen und Gelees jedoch ist die Quitte unschlagbar – und gesund. Dafür sorgt vor allem der hohe Anteil an Pektin. Das natürliche Geliermittel wirkt entgiftend und senkt den Blutzuckerspiegel. Auch Saft, Kompott und Likör lassen sich aus dem Kernobst herstellen. Zudem eignet sich etwas Quitte, um Suppen, Soßen, Chutneys oder Backwaren mit einem fruchtigen Kick zu verfeinern.

Botanisch gesehen, gehört die Quitte übrigens zu den Rosengewächsen. Einst fand sie über den Kaukasus, Iran und Armenien den Weg ins antike Griechenland. Weltweit werden heute rund 200, in Deutschland noch circa sechs Quittensorten angebaut.