Herbst und Winter sind nass, kalt und dunkel – und damit die falschen Jahreszeiten für Läufer? Im Gegenteil! Wir verraten Ihnen, wie Sie als Läufer gerade jetzt am Ball bleiben.

Keine Frage, es kann zäh sein, sich aus dem Bett zu schälen und laufen zu gehen, wenn es draußen noch dunkel ist – erst recht, wenn es kalt und neblig ist oder sogar schneit. Oder nach Feierabend, wenn sich andere mit Buch und Tee auf das Sofa zurückziehen, noch einmal die Laufschuhe zu schnüren für eine Runde um den Block. Herbst und Winter sind nicht die dankbarsten aller Jahreszeiten für Läufer.

Doch es gibt Mittel und Wege, sich auch in diesen Jahreszeiten das sportliche Hobby etwas angenehmer zu gestalten. Wie das geht? Wir geben Ihnen sieben Tipps, mit denen das auch Ihnen gelingt.

Melden Sie sich für ein Rennen an

Eigentlich kennt der Rennkalender keine Winterpause, doch für viele beginnt er so richtig, wenn die Tage wieder länger werden. Motiviert und hoffentlich gut trainiert gehen dann viele Läufer an den Start von Stadtläufen, Colour Runs, 10-Kilometer-Rennen oder den großen Distanzen: Halbmarathon und Marathon. Wer sich jetzt für ein solches Event anmeldet, hat nicht nur die Vorfreude auf seiner Seite, sondern auch einen guten Grund, Herbst und Winter über ordentlich zu trainieren. Preis: variabel • Mehr: im Internet, beispielsweise auf www.runnersworld.de/laufevents

Lesen Sie ein gutes Buch

Die Sache mit dem Tee und dem guten Buch hatten wir ja schon. Wie wäre es, wenn Sie hier das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? Unser Tipp für die Lesestunde nach dem Lauf: das Buch "Schmerzfrei laufen" von Paul Hobrough, einem der weltbesten Physiotherapeuten, erschienen bei Delius Klasing. Auf 208 Seiten erklärt er nicht nur, welche Verletzungen es gibt oder wie die Symptome aussehen, er gibt auch Tipps für Behandlungen und natürlich zur Vorbeugung, beispielsweise für präventive Übungen. Und gerade die sind perfekt für die Wintertage, an denen man nun wirklich mal nicht raus mag. Preis: 29,90 Euro (hier bei Amazon bestellen) • Mehr: www.delius-klasing.de

Horchen Sie in sich rein

Bei Musik scheiden sich die Geister: Die einen laufen nie ohne, die anderen können nicht mit. Wer aber auf seine Lieblingsplaylist nicht verzichten mag, sollte einen Blick auf die Köpfhörer "Jabra Sport Pulse" werfen. Durch verschiedene Ohrstöpsel, die sich wechseln lassen, sitzen sie nicht nur in fast jedem Ohr perfekt und überzeugen mit hervorragendem Klang, sie messen direkt im Ohr auch noch den Puls und geben Ihnen per App Echtzeit-Feedback zu Ihrem Training. Im Test war die Messung nicht ganz so akkurat wie mit einem Brustgurt, doch dafür erstaunlich bequem und vor allem: ziemlich praktisch. Preis: 159,99 Euro • Mehr: www.jabra.com

Machen Sie Licht

Selbst in unseren Großstädten sind Laufrouten nicht immer perfekt beleuchtet, von Parks oder Waldwegen ganz zu schweigen. Wer nicht nur gesehen werden, sondern vor allem selbst etwas sehen will, sollte daher auf entsprechende Technik setzen. Unser Tipp hierfür: die Stirnlampe "Trail Runner 3X" des schwedischen Spezialisten Silva, entwickelt speziell für den Laufsport. Sie ist trotz Akku, der je nach Temperatur und Leuchtstufe drei bis 18 Stunden durchhält, erstaunlich leicht und bequem, rutscht nicht und bietet mit bis zu 250 Lumen ordentlich Licht bis 65 Meter. Besonderes Plus: Die Lampe hat zwei LEDs: eine Spot- und eine Weitwinkel-LED, die sowohl Nah- als auch Fernbereich perfekt ausleuchten. Preis: 100 Euro • Mehr: www.silva.se

Noch mehr Licht

Sie wollen zwar auf Licht im Winter nicht verzichten, haben aber keine Lust auf eine Stirnlampe? Dann könnten die "Knuckle Lights" des US-Amerikaners Dan Hopkins etwas für Sie sein. Dabei handelt es sich um zwei LED-Lampen, die Sie mit Hilfe einer Schlaufe um die Hand tragen können. Trotz der Bewegung der Hände leuchten die LEDs den Weg vor Ihnen gut aus, wobei Sie sie natürlich auch gezielt auf bestimmte Details richten können. Dabei bieten die wasserfesten Lampen, deren Akku mindestens für drei Stunden hält, drei Modi: einen dunkleren, einen helleren und einen Blink-Modus. Im helleren Modus kommen beide Lampen zusammen auf 280 Lumen, womit Sie für fast jede Situation gewappnet sind. Preis: rund 50 Euro zuzüglich Versand • Mehr: www.knucklelights.com

Halten Sie Schritt

Moderne Laufuhren bieten Läufern allerhand Informationen – über die Strecke, das Tempo oder den Kalorienverbrauch. Einige zählen auch die Schritte, das oft jedoch nur mäßig genau. Was keine Uhr dabei messen kann, ist die Lauftechnik. Hier kommt ein kleines Gadget aus den USA ins Spiel: der Milestone Pod. Er wird am Laufschuh befestigt und misst dann beispielsweise Schrittlänge, -anzahl und Tempo, aber auch die Bodenkontaktzeit, den Beinschwung oder die Aufprallenergie – durchaus wichtige Informationen für engagierte Läufer. All diese Informationen übermittelt der kleine Sensor per Bluetooth an eine App, wo sie ausgewertet werden können und die dem Läufer zudem wertvolle Tipps zur Verbesserung der Technik geben kann. Perfekt, um sich auf das nächste Rennen im Frühjahr noch besser vorzubereiten. Preis: 35 Euro • Mehr: www.milestonepod.com

Trinken Sie

Spätestens seit dem Versuch von Nike im Mai, einen Marathon unter zwei Stunden zu laufen, ist eine Marke im Licht der Öffentlichkeit aufgetaucht, die bis dahin nur wenige kannten: Maurten. Das schwedische Unternehmen, das etliche der weltweit besten Läufer ausrüstet, hat ein Sportgetränk entwickelt, das Maßstäbe setzt. Stoffe der Braunalge (Alginate) und Pektin sorgen dafür, dass der enthaltene Zucker (Maltodextrin) durch die Magensäure in Gel verwandelt und so eingekapselt wird. Dadurch passiert er den Magen und wird erst im Dünndarm vom Körper aufgenommen. Das Resultat: Der Anteil der gelösten Kohlenhydrate bei diesem Sportgetränk kann so hoch sein wie bei bislang keinem anderen. Erstaunlich: In unserem Test sorgte das nicht nur für spürbar mehr Energie während des Trainings (was gerade im Herbst und Winter wichtig wird, wenn die Temperaturen fallen), auch die Regeneration verlief schneller und besser. Preis: ab 2 Euro/Portion • Mehr: www.maurten.com

Das waren unsere Tipps – jetzt sind Sie dran: Wie motivieren Sie sich im Herbst und im Winter zum Laufen? Schreiben Sie an: redaktion@prisma-verlag.de.