Sie ist kaum jemandem ein Dorn im Auge: Die Stachelbeere steht bei Hobbygärtnern wegen ihrer geringen Ansprüche an die Bodenqualität ebenso hoch im Kurs wie bei Freunden fruchtigen Geschmacks.

Stachelbeeren lassen sich unkompliziert zubereiten und vielfältig einsetzen. Ihr süß-säuerliches Aroma prädestiniert sie für Kuchen, Tartes und Desserts, aber auch für Kompott und Konfitüre sind die kirschgroßen Beeren bestens geeignet. Reife Stachelbeeren sind große Energiespender – sie weisen nach der Tafeltraube den höchsten Fruchtzuckergehalt aller einheimischen Beeren auf.

Lange bevor die Stachelbeere ihren Einzug in unsere Gärten und Küchen hielt, wuchs sie als wilder Strauch in Nordafrika und Eurasien. Kaum war die Pflanze im 16. Jahrhundert aus ihrer ursprünglichen Heimat nach Europa eingeführt, begannen Züchter sie mit ähnlichen Arten zu kreuzen. Ein jüngeres Ergebnis dieser weiteren Kultivierung: die Jostabeere als Verbindung von Stachel- und verwandter Johannisbeere.