"Wenn man nicht mehr atmen kann, muss man sterben." So bringen Nina Zacher und ihr Mann ihren Kindern bei, dass ihre Mutter nicht mehr lange leben wird. Sie hat ALS – eine Krankheit, bei der die Muskeln immer schwächer werden. Also sucht sie ihren Weg Richtung Tod – und den will sie nicht alleine gehen.

Nina macht ihr Sterben öffentlich, auch mit Hilfe eines Buches, das ihr Mann und Autorin Dorothea Seiz zu Ende schreiben. "Der Tod ist nicht populär, obwohl er uns früher oder später alle ereilt", schreibt Nina. Doch sie will ihn populär machen, indem sie beschreibt, was mit Worten kaum zu beschreiben ist, indem sie zeigt, wie der Tod näher kommt, wie sie leidet, verzweifelt, aber auch, wie sie liebt und genießt.

Entstanden ist ein Buch, das teils tief vergrabene Gefühle auslöst, das berührt, Hoffnung macht und schockiert. Und doch kann man es kaum aus der Hand legen. Das mag an seiner Dramaturgie liegen, das mag aber auch – und so ehrlich muss man sein – an einer gewissen Faszination liegen. Am Ende aber ist man vor allem eines: dankbar. Für das Buch. Und das eigene Leben.