Marlene Beckmann ist 31, hat einen tollen Job, einen tollen Partner, tolle Freunde – und ist völlig am Ende. Ihr Alltag aus Arbeit, Liebe, Drogen und Überforderung frisst sie auf, doch sie grinst sich so durch. "Super, und dir?", antwortet sie auf die Frage, wie es ihr geht. Doch innendrin – da brodelt es.

Kathrin Weßling nimmt uns in ihrem ersten Roman mit in dieses auf den ersten Blick so vertraute Leben. In einen Alltag, in dem wir eigentlich alles wiedererkennen: vom Coffee to go bis zum Bürojob. Doch alles andere ist fremd, weit weg – und geschieht in einem derart atemberaubenden Tempo, dass der Leser dem Sturz der Marlene Beckmann ebenso hilflos zusehen muss wie die Protagonistin selbst.

So wird aus diesem Buch, obwohl es nur diese eine, manchmal winzig wirkende Figur in den Fokus nimmt, das ausladende Panorama einer ganzen Generation. Einer Generation des Hingehaltenwerdens, für die das Scheitern dazugehören soll, die aber daran zerbricht. Einer Generation der Inszenierung und der inszenierten Ablenkung, einer Generation der Optimierung, die kein Genug kennt. Atemlos, rauschhaft – und auf dem besten Weg zum Klassiker.