Die meisten Reiseführer behandeln Ziele, die sich ohne größere Anstrengungen erreichen lassen. Schon in diesem Punkt tanzt Christophe Galfards Bestseller aus der Reihe. Er ist zwar ein Reiseführer, das betonen Autor und Klappentext mehrfach, aber: einer für das Universum. Und dahin kommen die meisten von uns – so sieht es zumindest derzeit aus – nur in ihrer Fantasie.

Doch eine Reise in die unendlichen Weiten des Alls ist möglich, und "Das Universum in deiner Hand" (hier bei Amazon bestellen) unterstützt uns dabei. Denn der französische Astrophysiker hat nicht einfach eine naturwissenschaftliche Abhandlung geschrieben, er erzählt Geschichten – mit uns als Hauptfigur. Darin bereisen wir die Zukunft, Milliarden Jahre im Voraus, wir bereisen fremde Planeten und Dimensionen, die so klein sind, dass selbst gute Mikroskope nicht in sie eindringen. Doch wir können es.

All das bettet Galfard ein in Schilderungen unseres Alltags, in denen das passiert, was Ausgangspunkt für Philosophie und Naturwissenschaften ist: Wir wundern uns. Über die Frage, was Gold von Käse unterscheidet zum Beispiel. Über unsere Großtante. Und über die Frage, ob es eines Tages vielleicht nicht nur möglich ist, durch den Raum zu reisen, sondern auch durch die Zeit.

Doch nicht nur aufgrund der Themen fasziniert dieses Buch. Da ist noch etwas: Schon als Doktorand von Stephen Hawking hat Galfard, gemeinsam mit dem Wissenschaftsgenie, ein Jugendbuch verfasst. Und auch "Das Universum in deiner Hand" versprüht genau die Begeisterung und Liebe zur Wissenschaft, die Menschen über Generationen fesseln. "Das Buch wird niemanden überfordern", verspricht Galfard im Vorwort. Er wird Recht behalten.