Tracks - Makoto Nagahisa / Pablo Rochat / Robin Lopvet / Maria Donata d'Urso

Info • Sa., 07.11. • 29 Min.
(1): Occupy DancefloorSie lehnen das vom US-amerikanischen Geografen Richard Florida in seinem Werk „Cities and the Creative Class“ erstellte Konzept ab, das einen Zusammenhang zwischen der urbanen Gesellschaft und der „kreativen Klasse“ herstellt. Sie wehren sich dagegen, dass Electro zum x-beliebigen Marketingprodukt wird. In São Paulo besetzt die Electro-Queer-Gruppe Teto Preto leerstehende Gebäude, um Partys und Konzerte zu veranstalten. In Amsterdam versammelt sich jedes Jahr die Undergroundszene bei der Tanzdemo ADEV. Und die Besetzer*innen des historischen Freiraums ADM kämpften lange dafür, das Erbe der Gegenkultur am Leben zu erhalten. (2): Makoto NagahisaNachdem er bereits 2016 mit seinem Kurzfilm „And So We Put the Goldfish in the Pond“ für Aufsehen gesorgt hatte, erhielt er 2019 beim Sundance Festival für seinen ersten Spielfilm „We are Little Zombies“ den Preis der Jury. In diesem neuen Werk thematisiert der Regisseur, der in seiner Kindheit von morgens bis abends auf sich allein gestellt war, die Einsamkeit und Langeweile japanischer Kinder – und erzählt in der Art eines Videogames die Geschichte von vier emotionslosen Waisenkindern, die eine Rockband gründen. (3): Prank ArtDiese Künstler nutzen Social-Media-Tools für kreative und humoristische Zwecke und lassen sich von Pranks und Internetstreichen inspirieren. Der US-Amerikaner Pablo Rochat nimmt das Verhalten von Social-Media-Süchtigen aufs Korn, indem er Instagram-Stories und digitale Werbekampagnen parodiert. Der Franzose Robin Lopvet nutzt Face Swap und Bildbearbeitungsprogramme nicht etwa, um Fehler zu beheben, sondern um seine Fotos mit grotesken und bizarren Elementen zu versehen. (4): Maria Donata D’UrsoWarum nur auf dem Boden tanzen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die italienische Choreografin und Performancekünstlerin, die seit 1999 Alternativen sucht und findet, um ihre Körperbewegungen in höhere Sphären zu verlagern. Maria Donata d'Urso, die in klassischem und zeitgenössischem Tanz sowie in Architektur und chinesischer Energielehre ausgebildet ist, schafft Installationen, mit denen Tänzer zu Luftakrobaten werden.