Dass sich eine deutsche TV-Serie über todkranke Kinder und Jugendliche im Fernsehen solch großer Beliebtheit erfreut wie "Club der roten Bänder", war nicht unbedingt absehbar. Doch die ausgewogene Mischung aus Dramatik und Humor garantierte dem Sender VOX mit seiner Eigenproduktion stets starke Einschaltquoten zur besten Sendezeit.

So auch am gestrigen Montagabend, als das hochemotionale Serienfinale in einer Doppelfolge ab 20.15 Uhr ausgestrahlt wurde. Die Geschichte rund um die sechs Patienten Leo (Tim Oliver Schultz), Jonas (Damian Hardung), Emma (Luise Befort), Alex (Timur Bartels), Toni (Ivo Kortlang) und Hugo (Nick Julius Schuck) ging damit nach 30 Folgen zu Ende.

Nicht ganz so erfolgreich wie Staffel 2

Die letzten beiden Episoden bescherten dem Privatsender 1,46 sowie 1,55 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren und sorgten somit für Marktanteile von 14,8 und 15,9 Prozent. Das sind zwar Bestwerte für Staffel drei, die Rekordquoten aus dem letztjährigen Staffelfinale (1,87 und 2,11 Millionen Zuschauer) konnten allerdings nicht mehr erreicht werden.

Auch im Bezug auf das Gesamtpublikum ab drei Jahren wird dies ersichtlich: Waren es zur letzten Folge der zweiten Staffel noch 3,23 Millionen Zuschauer (10,3 Prozent), konnte "Club der roten Bänder" in diesem Jahr hingegen nur noch 2,57 Millionen Zuschauer (8,5 Prozent) vor die Bildschirme locken. Dennoch ist die bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnete Serie als voller Erfolg für VOX zu verbuchen.

Und wer jetzt traurig darüber ist, dass die Serie ihren Abschluss gefunden hat oder noch das ein oder andere Tränchen aufgrund des emotionalen Finales vergießt, dem sei hiermit ein Zitat Albert Espinosas, seines Zeichens Schöpfer der spanischen Originalserie, tröstend ans Herz gelegt: "Jeder Verlust ist auch ein Gewinn."


Quelle: teleschau – der Mediendienst