Die von der kalabrischen Mafia in Kalabrien ausgelösten Giftmüllskandale wurden lange verschwiegen. Jetzt kommt doch noch Bewegung ins Spiel, wie der Film "Das Gift der Mafia" zeigt.

Alles begann 1989 mit der Entdeckung von 60 Tonnen Krankenhausmüll in der Provinz Cosenza, 300 Kilometer südlich von Neapel. Dass das jedoch bei Weitem nicht alles war, zeigt die Reportage von Radio Bremen (ARTE-Erstsendung) über zahlreiche Giftmüllskandale in Kalabrien, die auf das Konto der dortigen Mafia gehen.

So sollen vor der italienischen Küste über 100 Giftmüll-Schiffe auf dem Meeresboden schlummern, und auf dem Festland harren mehr als 600 Müllkippen der Räumung. Doch Prozesse werden verschleppt, Akten werden in Archiven begraben, wie die Recherchen des Journalisten Sandro Mattioli zeigen.

Im Film kommen nun endlich Ermittler, Aktivisten, Informanten und Mafia-Aussteiger zu Wort.


Quelle: teleschau – der Mediendienst