Wenn die politischen Debatten der letzten Monate ein Gutes hatten, dann dass die TV-Sender sich kurz vor der Bundestagswahl mit besonderen Formaten überbieten wollen. Jung, bürgernah, ausgefallen muss es sein. So wie die Polit-Show "Überzeugt uns! Der Politikercheck", die von der ARD allerdings bereits zur Wahl 2013 ins Feld geführt wurde und nun eine Neuauflage erfährt.

Live aus der Berliner Kulturbrauerei gesendet, stellen sich ab 23 Uhr Spitzenpolitiker aller großen Parteien den Fragen der Jungwähler. Moderiert wird die Livesendung von Ingo Zamperoni und Literaturstar Ronja von Rönne; zeitgleich berichtet Richard Gutjahr per Facebook-Stream von den Reaktionen und Meinungen im Netz.

Forderungen und Fragen

Für sieben Politiker verspricht es ein heißer Augustabend zu werden – unabhängig vom mäßigen Berliner Sommer. Ins Schwitzen kommen dürften die Bundestagsabgeordneten eher aufgrund der Fragen der Jungen (und selten Wilden): Wie bereits vergangenes Jahr konfrontieren Jungwähler die Spitzengäste aus der Politik mit Forderungen und Fragen. Mit welchen Lösungen können die Parteien den Problemen der Milennials begegnen? Warum überhaupt sollte man wählen gehen? Und wer vertritt wirklich die Interessen der jungen Generation?

Durch die Sendung leiten der erfahrene Polit-Journalist Ingo Zamperoni und, wohl stellvertretend für die junge Generation, die Schriftstellerin Ronja von Rönne, die in den vergangenen Jahren durch ihre Texte zu Feminismus und anderen Themen polarisierte. Das Duo moderiert zwischen Politikern und ihren potenziellen Wählern – und greift gegebenenfalls auch ein.

Live im Facebook-Stream

Während im Studio die geladenen Gäste diskutieren und möglicherweise auch ganz demokratisch miteinander streiten, überträgt das Erste auf Facebook einen weiteren Stream, der sich den Reaktionen der Zuschauer widmet. Präsentiert von Richard Gutjahr, der im vergangenen Jahr durch seine Terror-Berichterstattung bekannt wurde, werden Meinungen und Stimmungen aus dem Netz präsentiert. Denn dort ist die Zielgruppe, so ehrlich muss auch die ARD sein, nun einmal zu Hause.


Quelle: teleschau – der Mediendienst