"Der Überlieferung nach wurde vor 2000 Jahren um das Jahr 30 in einem Grab wie diesem der Leichnam eines jüdischen Heilers und Predigers aus Nazareth namens Jesus zur letzten Ruhe gebettet. Er war nicht weit von hier gekreuzigt worden", erklärt der britische Schauspieler Hugh Bonneville ("Downtown Abbey"). Er steht dabei in einer Felsengruft bei Jerusalem. Sie könnte tatsächlich als letzte Stätte Jesu gedient haben.

In dem spektakulären Dokumentarfilm "Die letzten Tage Jesu" von Gerry Hoban und Roger Childs, eine Gemeinschaftsproduktion von RTÉ, ARTE und American Public Television (APT), geht Bonneville nicht einfach nur der überlieferten Geschichte jener Woche vor dem Tode Jesu nach. Diese schicksalshaften sechs Tage beginnend mit dem umjubelten Einzug in Jerusalem und einem grausamen Ende am Kreuz sind ohnehin ausreichend erzählt. Vielmehr interessieren den Moderator die Ereignisse selbst. Er stellt die Fragen: "Was geschah in der letzten Woche vor dem Tode Jesu, wie starb er, warum starb er, und wer tötete ihn?"

Bonneville erscheint für den aufwendig produzierten Film eine kluge Besetzung. Als Schauspieler unter anderem in den "Paddington"-Filmen ist sein Gesicht bekannt. Durch die Dokumentation führt er nicht nur bloß als Moderator. Gerade "Die letzten Tag Jesu" sind dem ehemaligen Studenten der Theologie ein persönliches Anliegen. An der Universität Cambridge beschäftigte er sich besonders mit den Evangelien und mit Jesu Leben und Tod.

Der Brite ist somit ein Kenner der Christus-Geschichte. Mithilfe weiterer international renommierter Experten blickt er aber auch über die Zeilen in der Bibel hinaus. Da ist zum Beispiel die Person des Pontius Pilatus: In der Schrift wird der römische Statthalter als empfindsamer, Jesus nur widerstrebend verurteilender Richter dargestellt. Andere Quellen hingegen stellen ihn als Rohling ohne Herz und Toleranz dar.


Quelle: teleschau – der Mediendienst