An den weltweit rund 30.000 Entführungen verdienen nicht nur die Kidnapper, wie der Dokumentarfilm "Geiselnahme – Das große Geschäft" zeigt.

Ob man wirklich in der Haut von Mavis Wanczyk stecken möchte? Vor ein paar Wochen gewann die US-Amerikanerin die Rekordsumme von 758,7 Millionen Dollar im Lotto, anschließend ging ihr Foto um die Welt. Einfacher mag das Leben der ehemaligen Krankenschwester seitdem geworden sein, aber auch sicherer?

Denn wie der ARTE-Dokumentarfilm "Geiselnahme – Das große Geschäft" zeigt, nehmen Kidnappings weltweit zu. Die wenigsten davon haben politische Hintergründe – fast immer geht es ums Geld.

Rund 30.000 Menschen werden jedes Jahr Opfer von Entführungen. Ein einträgliches Geschäft – auch für Sicherheitsdienste und Versicherungen. So erfuhren sogenannte Kidnap-and-Ransom-Policen, die gegen Entführungen absichern sollen, in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom.

Für seinen Film traf Regisseur Rémi Lainé auf eine K&R-Spezialistin und einen ehemaligen FBI-Unterhändler, der eine international operierende Privatpolizei leitet. Außerdem erzählt der dänische Journalist Jeppe Nybroe von seinen erschreckenden Erlebnissen: Nybroe wurde in Syrien von IS-Terroristen entführt und konnte erst nach schwierigen Verhandlungen befreit werden.


Quelle: teleschau – der Mediendienst