Was lange währt, wird endlich gut, heißt ein wohlbekanntes Sprichwort. Demnach hätte "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" ein filmisches Meisterwerk werden müssen. Doch seit 2008 weiß man, dass Produzent George Lucas und Regisseur Steven Spielberg mit dem vierten (und bislang auch letzten) Teil einen zumindest recht umstrittenen Nachfolger inszenierten, der nicht ganz an den Erfolg der letzten Filme anknüpfen konnte. Fans dürfen aber auf einen versöhnlichen Abschluss der Reihe hoffen: Ein fünfter Teil ist in Arbeit. Im April 2019 beginnen die Dreharbeiten. Genau ein Jahr später, am 16. April 2020, soll das neue Abenteuer dann in den Kinos starten. Vorab darf man nun noch einmal in guten alten Indy-Erinnerungen schwelgen. ProSieben wiederholt mit "Jäger des verlorenen Schatzes" (1981) den ersten Teil der berühmten Abenteuer-Reihe.

Man schreibt das Jahr 1936. Dr. Indiana Jones (Harrison Ford) lebt ein hübsch eingerichtetes Doppelleben: Normalerweise bringt er als Unidozent mit Nickelbrille mehr oder weniger willigen Studenten das staubtrockene Fach der Archäologie näher. Doch in seiner Freizeit mutiert der Gelehrte zum Grabräuber: Dann stiehlt er jahrhundertealte Kunstwerke, um sie in den Museen seiner Wahl unterzubringen.

Sein wohlgeordnetes Leben wird allerdings durcheinandergebracht, als er erfährt, dass sein Mentor Abner Ravenwood verschwunden ist. Peinlich: Den hat Jones schon länger nicht mehr gesehen – und zwar, seitdem er dessen Tochter erst verführt und dann verlassen hat. Doch der Archäologe muss sich wohl oder übel auf die Suche machen, denn der Verdacht liegt nahe, dass die Nazis dabei sind, die Bundeslade auszugraben – und dass Ravenwood etwas über die Sache weiß.

Doch statt seines Mentors findet Jones schließlich in Nepal nur seine rachsüchtige Ex-Geliebte Marion (Karen Allen). Die erklärt sich anfangs nur widerwillig bereit, mit ihm bei der weltweiten Suche zusammenzuarbeiten. Doch bald wird ein Bündnis der beiden bitter nötig, denn der Nazi-Agent Toht (Ronald Lacey) ist ihnen dicht auf den Fersen. In Ägypten kommt es schließlich zum Showdown ...

Auch wenn viele Effekte über 30 Jahre nach Entstehung des Films nicht mehr ganz zeitgemäß erscheinen: Die Atmosphäre des Abenteuerfilms überzeugt auch heute noch. Und Harrison Ford als charmanter Schlawiner war ein ebensolcher Glücksgriff wie Karen Allen als widerwillige Teilzeit-Amazone.

Ein paar Infos gibt es bereits zum demnächst anstehenden neuen Abenteuer: Nach Teil 5 wird für Harrison Ford (75) definitiv Schluss sein mit der filmischen Grabräuberei. Regisseur Steven Spielberg (71) versicherte den Fans aber, dass er die Figur des Indiana Jones nicht sterben lassen wird. Auch das Franchise wird voraussichtlich nicht das Zeitliche segnen: Die Verantwortlichen denken bereits über etwaige Reboot- oder Fortsetzungsmöglichkeiten nach. Auch ein weiblicher Indy wäre vorstellbar. Eine Indiana Joan also? Das wär doch mal was!


Quelle: teleschau – der Mediendienst