Schock in Fernost: Für die sechs Senioren von Steven Gätjens ZDF-Reise-Reportage "Mit 80 Jahren um die Welt" sollten die Dreharbeiten ein traumhaftes Erlebnis darstellen – das Gegenteil ist nun der Fall. Völlig unerwartet verstarb ein 80-jähriger Teilnehmer am vergangenen Freitag in Bangkok. Der Abbruch der Dreharbeiten in der thailändischen Hauptstadt und die Heimreise nach Deutschland wurden noch am selben Tag von allen Mitwirkenden einvernehmlich beschlossen. "Die Nachricht macht uns traurig und betroffen. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen", so Dr. Oliver Heidemann, der Leiter der Hauptredaktion Show.

Wie konnte es überhaupt zu dem tragischen Zwischenfall kommen? Nachdem der 80-Jährige über starkes Unwohlsein geklagt hatte, wurde er von der Team-Ärztin unverzüglich nach Hanoi gebracht. Im dortigen Krankenhaus konnte eine schwere Lungenentzündung diagnostiziert werden. Weil sich sein Zustand rapide verschlechterte, fasste man den Entschluss, den Erkrankten in einem besser ausgerüsteten Hospital in Bangkok weiterzubehandeln. Doch jede Hilfe kam zu spät: In der Metropole angekommen, erlag der Patient seinem Leiden, teilte das ZDF am Montag mit.

Im Vorfeld wurden laut ZDF alle Kandidaten einem medizinischen Belastungstest unterzogen, sogar die jeweiligen Hausärzte wurden um ihre professionelle Einschätzung gebeten. Schließlich birgt die Reise rund um den Globus zahlreiche Risiken und sorgt für eine hohe körperliche Belastung – insbesondere im fortgeschrittenen Alter. Auch wenn alle Teilnehmer das Go zum Mitmachen bei dem Format erhielten, wollte das ZDF nichts dem Zufall überlassen: Eine Ärztin und ein Rettungsassistent standen während der Dreharbeiten permanent zur Verfügung. Auch sie konnten die Tragödie nicht verhindern.

Ursprünglich sollte die Doku-Reihe im Sommer 2018 ausgestrahlt werden. Die von Steven Gätjen moderierte Show basiert auf dem erfolgreichen niederländischen Original "De wereld rond met 80-jarigen". Das ZDF wird in Absprache mit allen Beteiligten und insbesondere mit den Hinterbliebenen des Verstorbenen darüber entscheiden, ob und wie es für das Format weitergehen wird.


Quelle: teleschau – der Mediendienst