Götz Schubert und Yvonne Catterfeld sind wieder als Ermittlerduo "Butsch" Schulz und Viola Delbrück im Einsatz. In prisma sprechen beide über die gemeinsamen Dreharbeiten zu den zwei neuen "Wolfsland"-Fällen.

Herr Schubert, Yvonne Catterfeld kommt aus dem Schwärmen kaum heraus: "Ich finde es so spannend, wie authentisch Götz seine Figur verkörpert. Er ist ein wunderbarer Kollege, ein herzlicher und lustiger Mensch ..."

Schubert: ... das freut mich sehr und beruht auf Gegenseitigkeit. Es macht mich aber auch ein wenig verlegen. Yvonne ist ein angenehmes Menschenkind. Sie kann nicht nur gut singen, sie kann auch wunderbar spielen und ist unglaublich sympathisch.

Wenn man Sie als Kriminalisten-Duo sieht, reibt man sich bei so viel Wertschätzung füreinander fast die Augen...

Catterfeld: Die beiden sind auf den ersten Blick sehr unterschiedlich. Aber sie ergänzen sich, brauchen sich gegenseitig. So unähnlich sind sie sich auch gar nicht. Schubert: Es gibt Berührungspunkte zwischen beiden, aber ebenso tun sich auch unüberbrückbare Gräben auf.

Der eine stur und ruppig, die andere voller Geheimnisse. Wer ist die sympathischere von beiden Figuren?

Catterfeld: Ich finde "Butsch" sympathischer ...

Schubert: ... und ich Viola.

Wie nah ist Ihnen dieser "Butsch"?

Schubert: "Butsch" ist, nett gesagt, ein Original – weniger nett formuliert ein Stinkstiefel. Eben harte Schale, weicher Kern. Anders als "Butsch" mache ich aber nicht Dritte für mein Unglück verantwortlich.

Gibt es dennoch etwas, das Sie gerne von ihm hätten?

Schubert: Einfach mal etwas rauszuhauen, ohne vorher mit der Vernunft alles abzuwägen, einfach mal den instinkthaften Impulsen nachgeben.

Wie nah ist Ihnen Viola?

Catterfeld: Ich bin herzlich und empathisch. Viola tut wiederum lauter Dinge, die nicht meinem Muster entsprechen. Ich muss mir daher bei den Dreharbeiten immer wieder Techniken zurechtlegen, damit ich nicht in meine Herzlichkeit zurückfalle.

Krimis gibt es wie Sand am Meer. Was ist das Besondere an Wolfsland?

Schubert: Die Episoden, die wir erzählen, machen den Unterschied. Es sind Beziehungsgeschichten zwischen Menschen, die den Ort, seine Mystik und Historie in den Kriminalfall miteinbeziehen. Wolfsland hat drei Hauptdarsteller: Yvonne, mich und Görlitz.

Catterfeld: Bei Wolfsland erzählen wir das Spannende zwischen den Zeilen. Es passiert immer etwas zwischen „Butsch“ und Viola, oft kommen beide ganz ohne Worte aus. Das finde ich für einen Krimi ungewöhnlich.

Ein Vorteil gegenüber anderen etablierten Krimi-Formaten?

Schubert: Wir haben mehr Freiheit, mehr Zeit und mehr Raum, um uns um die Figuren zu kümmern. Horizontales Erzählen ist wieder angesagt, es ist ein "Zurück zu den Wurzeln".

Catterfeld: Die Rolle der Viola bietet so viele Entwicklungsmöglichkeiten, das finde ich ungemein spannend.