Moderatorin Ruth Moschner hat sich in einem Video bei Facebook an ihre Fans gewandt und sie dazu aufgefordert, bei der kommenden Bundestagswahl wählen zu gehen – aber nicht für die AfD zu stimmen. Für diese Wahlempfehlung hagelte es von einigen Kommentatoren umgehend scharfe Kritik.

Zunächst bittet Moschner ihre Fans in dem Video lediglich, am 24. September 2017 überhaupt an die Urnen zu schreiten. "Ich möchte euch ganz einfach bitten: Geht wählen!", so der Appell der 41-Jährigen. Schließlich gehöre das zu einer Demokratie dazu: "Wir dürfen mitreden, wir dürfen mitbestimmen." Sie selbst habe schon per Briefwahl gewählt, verriet Moschner. Wem sie ihre Stimme gegeben hat, wolle sie aber nicht sagen: "Ich möchte da keinen beeinflussen." Schließlich aber kann sich die Moderatorin eine Empfehlung doch nicht verkneifen: "Wählt nicht die AfD und diese ganzen anderen, die so in der Richtung sind."

Ein Rat, den nicht alle von Moschners Fans so so stehen lassen wollen. "Ruth, das mit der AfD am Ende ist absolut letztklassig", heißt es in einem Kommentar. "Werbung gegen eine Partei zu machen, die dir (bzw. deinem Geldgeber) nicht passt, ist unterste Schublade." Ein anderer Nutzer sieht das ähnlich: "Dass du nicht sagst was du wählst is ok, um keinen zu beeinflussen, aber dann im nächsten Atemzug zu sagen, dass man nicht die AfD wählen soll, is' ja eine Beeinflussung", so der Nutzer.

Moschner selbst ließ die Kritik nicht auf sich sitzen und reagierte umgehend auf die Kommentare: "Ich halte es für wichtig, dass man bei solchen Parteien eine Ausnahme macht, da viele die Strategie nicht durchschauen", schreibt sie. Daher lasse ich mich hier gerne beschimpfen von den treuen AfD-Wählern, wenn es nur die Unentschlossenen davon abhält, sie zu wählen!"

Am Abend vor der Wahl ist die "Grill den Henssler"-Moderatorin übrigens im TV aktiv. Ruth Moschner präsentiert die neue Datingshow "Falscher Hase" bei RTL.


Quelle: teleschau – der Mediendienst