Bei der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg und bei der Staatsanwaltschaft Dortmund laufen zurzeit die Ermittlungen gegen die letzten lebenden Nazi-Verbrecher auf Hochtouren. Nur wenige KZ-Aufseher sind noch am Leben und können vor Gericht gebracht werden.

Ermöglicht wurde die Erfassung durch einen Wendepunkt der deutschen Rechtsprechung: In den Verfahren gegen Iwan Demjanjuk (2011) und Oskar Gröning (2016) wurden erstmals SS-Wachmänner verurteilt, die selbst nicht gemordet, aber das massenhafte Töten von KZ-Häftlingen ermöglicht hatten.

Im Film von Christian H. Schulz und Jana Lange (SWR) berichten Staatsanwälte und Kriminalbeamte darüber, was sie motiviert, heute in Archiven und an historischen Tatorten nach den letzten NS-Tätern zu suchen.

Der Film begleitet die Staatsanwälte und Kriminalbeamte bei ihren aktuellen Ermittlungen gegen zwei ehemalige SS-Wachmänner des Konzentrationslagers Stutthof bei Danzig, sowie weiteren Tätern. Weil die Taten mehr als 70 Jahren zurückliegen, ist es für die Ermittler ein ständiger Wettlauf gegen die Zeit – die verbleibende Lebenszeit der zu überführenden Täter.


Quelle: teleschau – der Mediendienst