Die neue "Lebenslinien"-Dokumentation im BR-Fernsehen zeigt, wie aus dem einstigen Ausländerfeind Michael Beyerlein ein Flüchtlingsbeauftragter der Evangelischen Kirche in Sachsen geworden ist.

Da Michael Beyerlein heute Pfarrer, Missionar und Flüchtlingsbeauftragter der Evangelischen Kirche in Sachsen ist, muss man unweigerlich an den biblischen Saulus, der zum mitfühlenden Paulus wurde, denken: Denn Anfang der 1990er-Jahre sah das bei ihm noch ganz anders aus.

Damals sympathisierte der jüngste Sohn eines erst spät aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrten, in Erziehungsfragen unerbittlichen Vaters mit den ausländerfeindlichen Parolen der neuen Rechten. Doch dann nimmt ihn ein Bekannter in eine Asylantenunterkunft mit – ein augenöffnendes Erlebnis für Michael, wie die neue "Lebenslinien"-Dokumentation im BR-Fernsehen zeigt.

Leute, die er selbst eben noch als "Abschaum" beschimpft hatte, nehmen Beyerlein wie einen Freund auf. Immer stärker engagiert er sich für das Schicksal von Asylsuchenden und heiratet eine Frau aus Ruanda, die über ihn sagt: "Er liebt die Flüchtlinge, er kann gar nicht anders, als ihnen zu helfen."


Quelle: teleschau – der Mediendienst