Die Deutschen konsultieren Ärzte wie die Weltmeister. Doch die Probleme im Gesundheitssystem lassen sich schon lange nicht mehr kaschieren. Das ZDF forscht zur Lage zwischen Stethoskop und Wartezimmer.

Vor über 30 Jahren feierte das ZDF mit seiner "Schwarzwaldklinik" einen riesigen Serienerfolg. Dr. Brinkmann war ein Halbgott in Weiß, dem der Titel noch zur Ehre gereichte. Aber damals war auch noch keine Rede von Ärztenotstand, Behandlungsfehlern und Zweiklassenmedizin. Heute, da wiederum das ZDF kritisch auf die medizinische Versorgung im Land blickt, sind aber genau das die Reizthemen.

"Wie gut sind unsere Ärzte?", heißt der Beitrag von Rainer Leckebusch, der nach der gängigen "Check"-Methode verfährt. Doch die Fallhöhe ist hier natürlich eine andere als bei Baumarkt-, Gummibärchen- und Staubsaugertests ...

17 Mal pro Jahr zum Arzt

So darf spekuliert werden, wie hoch bei 3500 bestätigten Behandlungsfehlern pro Jahr die Dunkelziffer ist. Auch werden Strategien aufgezeigt, wie der Ärztemangel in ländlichen Regionen aufzufangen ist. Überhaupt geht es viel um Zahlen. Um die verschwindenden knapp acht Minuten, die sich deutsche Ärzte für Anamnese und Behandlung Zeit nehmen. Und um die vielen Milliarden, die jedes Jahr durch Betrug, Korruption und Untreue im Gesundheitswesen versickern.

Immerhin: Zu einem nachhaltigen Vertrauensverlust scheinen die vielen Negativschlagzeilen nicht zu führen. 17-mal gehen die Deutschen im Schnitt pro Jahr zum Arzt – das ist nichts weniger als Weltrekord!


Quelle: teleschau – der Mediendienst