Fakten zur beliebten ZDF-Trödelshow

„Bares für Rares“: Ein Blick hinter die Kulissen

17.07.2024, 16.25 Uhr
von TB
Trödel-Händler Waldi Lehnertz gehört seit 2013 zum "Bares für Rares"-Händler-Team.
Trödel-Händler Waldi Lehnertz gehört seit 2013 zum "Bares für Rares"-Händler-Team.   Fotoquelle: picture alliance/dpa | Oliver Berg

Die ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" erfreut sich seit Jahren größter Beliebtheit. Doch immer wieder tauchen Fragen über die Sendung mit den charismatischen Händlern auf. Wir haben einen Blick hinter die Kulissen geworfen und konnten einige Antworten finden. 

Hunderte von Bewerbungen pro Woche

Bei den Zuschauern ist das Interesse an „Bares für Rares“ groß. Schließlich schalten regelmäßig bis zu zwei Millionen Menschen ein, wenn um mehr oder weniger wertvolle Gegenstände gefeilscht wird. Zudem wollen zahlreiche Personen selbst Teil der Show werden. Laut Angaben vom ZDF gehen jede Woche zwischen 500 und 1.000 Bewerbungen ein. Kandidaten können sich im Internet bewerben, indem sie ein Formular ausfüllen. Darin geben sie Informationen über das Objekt preis, das sie verkaufen wollen. Auch wird abgefragt, ob eine interessante Geschichte mit dem Gegenstand verbunden ist, die der Kandidat im Fernsehen erzählen möchte.

Wissen die Händler vorab Bescheid?

Immer wieder diskutieren Fans von „Bares für Rares“ darüber, ob die Händler die Objekte schon kennen, wenn sie ihnen in der Sendung präsentiert werden. Die Wahrheit ist: Das ZDF erfragt vorab so viele Informationen wie möglich über die Gegenstände, die potenzielle Verkäufer in die Show mitbringen wollen. Unter anderem werden die Kandidaten gebeten, Fotos von den Objekten zu übermitteln. Diese werden jedoch nicht an die Händler weitergegeben. Stattdessen bitten die Redakteure der Sendung verschiedene Experten darum, festzustellen, ob es sich tatsächlich um einen wertvollen Gegenstand handelt. Wird der Besitzer zu den Dreharbeiten eingeladen, dann findet zudem vor Ort eine Beschau statt. Auch daran nehmen die Händler nicht teil. Sie bekommen die Objekte, die zum Verkauf stehen, zum ersten Mal vor laufender Kamera zu Gesicht.

Die Frage nach dem Geld

Ein weiterer Diskussionspunkt rund um „Bares für Rares“ ist die Frage, ob die Händler ihr eigenes Geld verwenden, wenn sie Objekte kaufen. Einige Zuschauer vermuten, dass die Produktionsfirma ihnen für die Sendung Geld zur Verfügung stellt. Das ZDF versichert jedoch, dass die Händler ausschließlich mit ihrem eigenen Geld einkaufen. Jeder Händler bringt daher üblicherweise zwischen 10.000 und 15.000 Euro zu den Dreharbeiten mit. Aufgrund der hohen Geldsummen ist Security-Personal vor Ort, zudem müssen am Set verschiedene Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden.

Einigt sich ein Händler mit einem Kandidaten über den Kaufpreis, dann schließen die beiden einen verbindlichen Kaufvertrag ab. Je nach Höhe der Summe zahlt der Händler sofort. Geht es um einen höheren Geldbetrag, dann leistet der Händler vor Ort eine Anzahlung und überweist den Rest des Geldes später.

Wie viele Händler gab es bisher?

Insgesamt 29 Händler wirkten bei „Bares für Rares“ bislang mit. Einige waren lediglich in einigen Sendungen zu sehen, andere sind seit vielen Jahren regelmäßig präsent. Zu den bekanntesten Händlern gehören Horst Lichter und Fabian Kahl, die beide seit der ersten Staffel 2013 dabei sind. Letzterer war n weiteren TV-Formaten wie dem „ZDF-Fernsehgarten“, „Riverboat“ und „Wer weiß denn sowas?“ zu sehen. Zudem veröffentlichte er zwei Bücher: „Der Schatzsucher“ von 2018, eine Mischung aus Autobiografie und Ratgeber, sowie den Bildband „Fabian Kahl. Der Antiquitätenhändler, der nach Afrika reiste und sein Herz an die Wildnis verlor“ von 2023.

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