Vicco von Bülow

Bernhard Victor 'Vicco' Christoph Carl von Bülow
Lesermeinung
Geboren
12.11.1923 in Brandenburg, Deutschland
Gestorben
22.08.2011 in Ammerland, Starnberger See, Bayern, Deutschland
Sternzeichen
Biografie
"Sagen sie jetzt nichts, Fräulein Hildegard", versucht Loriot in einem Sketch hartnäckig die Contenance beim Dinner zu wahren, während auf seinem hilflos-verzweifeltem Gesicht eine widerspenstige Nudel ihr Unwesen treibt und das Rendezvous mit der Angebeten (Evelyn Hamann) nicht unerheblich stört. Menschliches und allzu Menschliches hat der zuerst als Comic-Zeichner bekannt gewordene Humorist ein ums andere Mal auf die Schippe genommen. Aus seiner Feder stammt der knollennasige Herr Müller-Lüdenscheid, der sich mit Herrn Dr. Klöbner in der Badewanne zankt ("Wenn Sie die Ente hereinlassen, lasse ich das Wasser heraus!"). Oder der Wettbanause, der auf der Perde-Rennbahn mit saudummen Fragen ("Ja, wo laufen sie denn, wo laufen sie denn hin?") nervt.

Loriot verkörperte den TV-Lottomillionär Erwin Lindemann, der mit dem Papst und seiner Tochter auf Island eine Herrenboutique aufmachen wollte. Und schuf etwa die Maskottchen "Wum & Wendelin" für den Großen Preis mit dem seeligen Wim Thoelke. Mit seiner feinsinnigen Komik und Traurigkeit in verkorksten Situationen erfreut der Cartoonist seit 1967 - Start der TV-Serie "Cartoon" - schnell ein Millionenpublikum. Am 3. Januar 2011 erschien bei der Deutschen Post sogar ein Satz Wohlfahrtsmarken mit vier Motiven aus bekannten Zeichentrickfilmen von Loriot ("Das Frühstücksei", "Auf der Rennbahn", "Der sprechende Hund" und "Herren im Bad").

Vier Staffeln der TV-Serie "Loriot" (seit 1976) mit Sketchen, Cartoons und humoristischen Bemerkungen vom Gründerzeitensofa aus zementierten den Publikumsruhm. 1988 schließlich feiertt sein erster Spielfilm "Ödipussi" Premiere, für den der Sohn eines preußischen Berufsoffiziers als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller verantwortlich zeichnett. Drei Jahre später überraschtt Loriot erneut als Multitalent mit dem Film "Pappa ante portas" (1990).

Angefangen hat Vicco von Bülow seine Karriere nach Notabitur und Kriegsdienst als Gebrauchsgrafiker (1947-49 Kunstakademie Hamburg). Seit 1950 veröffentlichte er Karikaturen in Zeitschriften wie Quick und Stern. Dabei nutzte er das Pseudonym Loriot - die französische Bezeichnung für das Wappentier der von Bülows, den Singvogel Pirol. Seine Cartoons fanden Eingang ins Museum und fanden mit klugem Marketing millionenfach Verbreitung auf Kalendern, Porzellan und allerlei Scherzartikeln. Vicco von Bülow war seit 1951 in erster Ehe verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Die Enkelkinder leben u.a. in England. Zu den zahlreichen Auszeichnungen des Grafikers, Zeichners, Regisseurs (vereinzelt auch Oper, Theater) und Buchautors und zählen die Goldene Kamera, der Karl-Valentin-Orden, der Deutsche ("Ehrenlöwe") und der Bayerische Filmpreis ("Bambi"). Vicco von Bülow starb am 22. August 2011 in seiner Wahlheimat in Ammerland am Starnberger See im Alter von 87 Jahren.

Weitere Filme mit Vicco von Bülow: "Haie und kleine Fische" (1957), "Die Brücke" (1959), "Das Wunder des Malachias" (1961), "Der längste Tag" (1961, ungenannt), "Wer spinnt denn da, Herr Doktor?" (1981), "Evelyn und die Männer oder 'Wie Hund und Katz'" (1987), "Otto - Der Außerfriesische" (1989).

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