An Tag 14 im australischen Dschungel ist TV-Maklerin Hanka Rackwitz mit so ziemlich jedem anderen Kandidaten aneinandergeraten. Mit ihren Phobien hatte das meist nichts zu tun. Minder erfolgreich waren die Promis auch in der Dschungelprüfung. Und dann plauderte noch Casanova aus dem Nähkästchen.

Verdammt, das Dschungelcamp ist doch nicht die Bundeswehr! "Wir sind maximal Pfadfinder", skandiert Hanka Rackwitz nach zwei Wochen im australischen Dschungel. Regeln, wie dass die Camper immer zu zweit unterwegs sein müssen, sind nicht wichtig, befindet sie deshalb sogleich nach ihrer Wahl zur Tages-Teamchefin. "Heute gilt meine Philosophie, und die heißt: Jeder macht, wie er meint." Fehlt nur noch "Proletarier aller Länder..." – Sie wissen schon.

Hanka ist eine Revoluzzerin, lässt sich gar nichts von den Machern von "Ich bin ein Star – holt mich hier raus" vorschreiben. Und wenn das irgendwem im Team nicht passt, dann gibt es Ärger. Und so gerät Hanka Rackwitz an Tag 14 im RTL-Dschungelcamp so ziemlich mit jedem direkt oder indirekt aneinander. Mit ihren Phobien hat das meist wenig zu tun – außer die TV-Maklerin leidet auch an einer Kritik-Phobie.

Am ärgsten und gleich mehrfach kracht es mit Mitcamper Florian Wess. Der findet die Regeln nämlich gar nicht so unwichtig – vor allem mit Blick darauf, dass die Gruppe schon einmal sämtliche Luxusgegenstände aufgrund von Regelverstößen abgeben musste (abgesehen von Hanka, die durfte ihre Tupperdose behalten). Und als Wess einen dezenten Hinweis darauf gibt, wo das dreckige und wo das saubere Geschirr steht, hagelt es Kritik: "Was ist denn mit Dir los, Florian? Du bist so anders geworden, Du hast so schlechte Stimmung", stellt Rackwitz fest. Nein, er habe keine schlechte Stimmung, kontert er, aber die TV-Maklerin möge sich doch bitte einfach mal an die Regeln halten. "Du gehst auf die 50 zu und benimmst Dich wie eine Zwölfjährige!" Das sitzt. Hanka Rackwitz ist beleidigt. Funkstille. Vorerst.

Es muss an der Periode liegen

Als Florian Wess dann aber kurzzeitig das Camp verlässt, analysiert Hanka Rackwitz mit Lästerkollegin Kader Loth die Lage: Vielleicht will er sich ja, seit er den unerwarteten Brief seines Bruders erhalten hat, als besonders harter Kerl darstellen, mutmaßen die Damen. Florian Wess dagegen meint den Ursprung für Hanka Rackwitz Laune in ihrer körperlichen Verfassung gefunden zu haben. "Das weiß man ja, wenn Frauen ihre Tage haben, dann sind die sehr gereizt. Und die Hanka und die Kader haben das gerade."

Kader Loth kann nicht schwimmen

Gut, wäre das auch geklärt. Genau deshalb will Hanka Rackwitz auch nicht in die Dschungelprüfung. "ICH KANN HEUTE NICHT GEHEN", brüllt sie in die Kamera und regt sich wahnsinnig darüber auf, dass Kader Loth für die Prüfung gesperrt worden ist, "nur weil die immer jammert". Regie: "Ja nee, die Kader kann nicht schwimmen. Deshalb ist sie für die Prüfung gesperrt." Ein strahlendes Lächeln erscheint auf dem Gesicht von Rackwitz. "Ach so, warum sagt ihr das nicht gleich? Dann hätte ich mich nicht so aufregen müssen."

Letztlich muss sie dann nicht in die Dschungelprüfung, das erledigen Thomas Häßler und Florian Wess, die Pechvögel des Tages. In einem an eine Nussschale erinnernden Boot schippern sie wackelig über einen Tümpel. Wess muss mit einem an seinem Helm befestigten Haken Kisten, die über der Wasserfläche hängen, öffnen. Acht Kisten gibt es, fünf enthalten Sterne. Nach anfänglicher Ungeschicklichkeit machen sich die beiden gut: In zehn Minuten öffnen sie vier Kisten – schaffen es aber tatsächlich, alle drei Nieten zu ziehen. Das Endergebnis: ein Stern für das Promidinner. Die Enttäuschung ist groß, vor allem bei Florian Wess, der sich wieder einmal in seiner Theorie bestätigt sieht, immer Pech zu haben. Aber auch Kader Loth macht die Sache fertig: "Ich habe inzwischen so einen Hunger, ich würde sogar Hanka essen. Obwohl die sicher sehr zäh wäre."

Hanka Rackwitz hat sie alle mürbe gemacht

Dann gibt es aber Fleisch und nun ist doch die Angst von Hanka Rackwitz das Problem: Weil sich mit dem scharfen Messer schon einmal jemand geschnitten hat, darf damit nicht mehr gearbeitet werden. Weil sich das Fleisch aber somit gar nicht schneiden lässt, steht die Gruppe vor einem Problem. Auftritt Florian Wess: "Wir können nicht mehr auf alles Rücksicht nehmen." Die Empörung von Rackwitz folgt auf dem Fuße, so gehe man ja schließlich nicht miteinander um unter Freunden.

"Aber wir sind keine Freunde", sagt Wess. Rackwitz verlässt die Runde und spricht mit einem Baumstamm. Ihr folgt niemand. Stattdessen sind dieses Mal alle sauer, das Fleisch liegt traurig und unberührt auf dem Brett, sogar die sonst so friedfertigen Kandidaten Marc Terenzi und Thomas Häßler sind sauer – auch weil die TV-Maklerin mit ihrem Abgang wieder einmal die Campregeln verletzt hat. "Das interessiert mich gerade einen Scheißdreck. Du hast schon wieder die Regeln gebrochen", brüllt der Ex-Fußballprofi. Hanka Rackwitz, so scheint es, hat sie alle mürbe gemacht.

Marc Terenzi und die Frauen

Marc Terenzi hat derweil noch ganz andere Probleme: die Frauen und ihre Erwartungen an die Liebe. Das sei doch alles ganz schön anstrengend, findet der Musiker und Ex-Mann von Sarah Connor, "vor allem, wenn man sich mit mehreren Mädels gleichzeitig trifft". Aha. Dabei kommt es dem Terenzi nicht auf das Äußere an, nein, er habe auch schon viele Frauen getroffen, die gar nicht gut aussahen. Danke dafür. Und: Eine Altersgrenze gibt es für ihn auch nicht. Das freut vor allem Kader Loth, die mit einem breiten Grinsen im Gesicht Terenzis Sixpack betastet und anschließend feststellt: "Den würde ich auch nicht von der Bettkante schmeißen."

Wenn es denn mit Kader Loth und Marc Terenzi noch etwas gibt, dann erst wieder nach dem Camp: Frau Loth wurde von den Zuschauern am Donnerstagabend rausgewählt. Marc Terenzi bleibt so lange noch sein Freund Trevor erhalten. Das ist ein Frosch, der wie ein Maskottchen immer wieder im Camp vorbeischaut, und den Terenzi niemals essen würde, "denn das ist mein Freund". Ein Vorteil hat der Frosch: Im Gegensatz zu Hanka Rackwitz gibt er keine Widerworte.

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