360° Geo Reportage

  • WŠhrend flussabwŠrts von der Industrie hohe Krebsraten festgestellt wurden, nachweislich verursacht durch verseuchtes Wasser aus dem Athabasca, scheint flussaufwŠrts in Fort McMurray die Welt noch in Ordnung. Vergrößern
    WŠhrend flussabwŠrts von der Industrie hohe Krebsraten festgestellt wurden, nachweislich verursacht durch verseuchtes Wasser aus dem Athabasca, scheint flussaufwŠrts in Fort McMurray die Welt noch in Ordnung.
    Fotoquelle: ARTE
  • 2010 musste Syncrude drei Millionen Dollar Strafe zahlen. Hunderte Enten hatten die Landung auf dem See nicht Ÿberlebt. Heute gibt es Gaskanonen und Vogelscheuchen, doch ihre Wirkung ist umstritten. Vergrößern
    2010 musste Syncrude drei Millionen Dollar Strafe zahlen. Hunderte Enten hatten die Landung auf dem See nicht Ÿberlebt. Heute gibt es Gaskanonen und Vogelscheuchen, doch ihre Wirkung ist umstritten.
    Fotoquelle: ARTE
  • Monica Ansah Sam ist zustŠndig fŸr ein gigantisches KlŠrbecken, in dem die gesamten AbwŠsser des …lfšrderprozesses gestaut werden. An dem Becken entzŸndet sich die Kritik der …lsandgegner. Vergrößern
    Monica Ansah Sam ist zustŠndig fŸr ein gigantisches KlŠrbecken, in dem die gesamten AbwŠsser des …lfšrderprozesses gestaut werden. An dem Becken entzŸndet sich die Kritik der …lsandgegner.
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  • Der …lsand - eine teerhaltige Masse - entstand Ÿber Jahrmillionen aus pflanzlichen Ablagerungen. Heute verwandeln die …lkonzerne Albertas Nadelwald in rasantem Tempo in ein Schlammfeld. Vergrößern
    Der …lsand - eine teerhaltige Masse - entstand Ÿber Jahrmillionen aus pflanzlichen Ablagerungen. Heute verwandeln die …lkonzerne Albertas Nadelwald in rasantem Tempo in ein Schlammfeld.
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  • 450.000 Menschen sind in Alberta direkt oder indirekt in der …lsandindustrie beschŠftigt. Diese Zahl soll sich in den nŠchsten 20 Jahren verdreifachen. Vergrößern
    450.000 Menschen sind in Alberta direkt oder indirekt in der …lsandindustrie beschŠftigt. Diese Zahl soll sich in den nŠchsten 20 Jahren verdreifachen.
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Report, Reportage
360° Geo Reportage

Infos
Produktionsland
Deutschland / Frankreich
Produktionsdatum
2013
Altersfreigabe
6+
arte
Mi., 03.10.
07:15 - 08:00
Fort McMurray, Kanada im Ölfieber


Auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten und interessanten Begegnungen bereisen Reporter die Welt. Ob Großstadt oder ländliche Gegend, Europa, Asien oder Afrika - kein Weg ist dabei zu weit.
In den letzten Jahrzehnten hat sich Kanada zu einem der größten Förderer von Ölsand entwickelt. Besonders in der Stadt Fort McMurray ist der Boom zu spüren. Nirgendwo im Land ist das Einkommen der Menschen höher. Doch die Ölsandförderung hat extreme Auswirkungen: Gigantische Waldflächen werden abgeholzt, Ölsand wird ausgebaggert, Teer in einem energieintensiven Prozess aus dem Erdreich geätzt, um schließlich zu synthetischem Rohöl raffiniert zu werden. Zurück bleiben Klärbecken und zerstörtes Land. "360° Geo Reportage" hat sich in der Stadt umgesehen und Gewinner und Verlierer der Ölsandgewinnung getroffen.
Alberta ist im Ölrausch. Zentrum des Booms ist Fort McMurray. Die Stadt war bis in die 60er Jahre nur ein Trapperdorf im Nirgendwo. Heute drängen sich hier fast 120.000 Menschen aus aller Welt. Wohnraum ist knapp, Straßen auch, Autos allerdings nicht.
Die höchsten Löhne in ganz Kanada locken die Menschen in die abseitige Wildnis des Nordwestens. Greg Zilinski verdient hier 180.000 Dollar im Jahr. Er ist einer von vielen einsamen Männern, die einst nach Fort McMurray kamen und den Ruf der Stadt als kriminelles Eldorado mitprägten. Doch McMurray wandelt sich. Familien sollen jetzt kommen, Normalität soll herrschen, das Image besser werden.
Dem Lockruf des Geldes ist auch Monica Ansah Sam mit ihrer Familie gefolgt. Die ghanaische Ingenieurin arbeitet bei Syncrude, einem der größten Ölförderer Kanadas. Monica ist zuständig für ein gigantisches Klärbecken, in dem die gesamten Abwässer des Ölförderprozesses gestaut werden. An dem Becken entzündet sich die Kritik der Ölsandgegner. Sie sagen, verseuchtes Wasser tritt in die Umwelt aus und schädigt Mensch und Natur. Monica Ansah Sam spricht da im Sinne der Industrie: Die Dämme sind sicher.
Bislang sind gerade einmal drei Prozent der kanadischen Ölsandreserven gewonnen. Die Ökobilanz ist schon jetzt miserabel, die humanitäre nicht minder. Doch die Entscheidung über die Zukunft des kanadischen Ölsands liegt nicht allein in Alberta. Die Menschheit muss sich entscheiden: zwischen zeitlich begrenztem Wohlstand und endgültiger Zerstörung des Planeten. Alternativen sind - noch - möglich.


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