45 Min

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    Aeneas möchte Lagerlogistiker werden. Baumarktleiter Ralf Brückner gibt dem 18jährigen die Chance, sich im Praktikum zu beweisen.
    Fotoquelle: NDR/Martin Kobold
  • Nach zwei Jahren auf dem Segelschiff kommt Aeneas zurück nach Deutschland. Wiedersehen mit seiner Mutter Marlies T.. Vergrößern
    Nach zwei Jahren auf dem Segelschiff kommt Aeneas zurück nach Deutschland. Wiedersehen mit seiner Mutter Marlies T..
    Fotoquelle: NDR/Birgit Wärnke
  • Das Therapieschiff " Salomon" bietet Platz für 15 Jugendliche. Gute 100.000 Ä investiert das Jugendamt für einen Jungen pro Jahr. Niemand kommt freiwillig. Vergrößern
    Das Therapieschiff " Salomon" bietet Platz für 15 Jugendliche. Gute 100.000 Ä investiert das Jugendamt für einen Jungen pro Jahr. Niemand kommt freiwillig.
    Fotoquelle: NDR/Birgit Wärnke
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    Fotoquelle: NDR
Report, Gesellschaft und Soziales
45 Min

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2017
NDR
Mo., 13.08.
22:00 - 22:45
Jung und kriminell - was dann?


Auch bei den Menschen im Norden kommen im Alltagsleben viele Fragen auf. Erfahrene Filmemacher begeben sich daher auf die Suche und finden Antworten, die in Form von informativen Kurzfilmen gezeigt werden.
Aeneas ist 17 Jahre alt. Er stand vor Gericht wegen Einbruch, Diebstahl und Sachbeschädigung. Sinan ist 15. Er wurde zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Seine Liste an Straftaten ist lang: Drogendealerei, Körperverletzungen, Diebstähle und Beleidigungen.
Die beiden jugendlichen Straftäter sind auf dem Segelschiff, um nicht ins Gefängnis zu müssen. Ein Jahr sollen sie an Bord des Therapieschiffes Hochseeschule "Salomon" bleiben. Das Leben an Bord ist hart, die Regeln streng: feste Essens- und Schlafenszeiten, keine Drogen, keine Gewalt, nur selten ist die Nutzung von Handy und Laptops erlaubt. Dafür Arbeit, Schule, Segeln und Struktur. Das Konzept auf dem Schiff setzt auf Erfolgserlebnisse, auf Wertschätzung, auf Beziehungen zu den Betreuern und auf die Enge des Schiffes.
"Segeln hat viel mit Selbstwertgefühl zu tun. Ein Junge, der nirgendwo funktioniert hat und hier jetzt die Segel handhaben kann und sogar Vormann wird. Der ist mal was! Den Jungs fehlt ja oft komplett jede Art der Bestätigung", beschreibt Jonathan Reist, der Leiter der "Salomon", die Arbeit an Bord.
Es ist intensive Jugendhilfe auf hoher See. Gute 100.000 Euro investiert das Jugendamt pro Jungen pro Jahr. Soviel kostet auch ein Platz im geschlossenen Heim. Es ist eine Investition von der niemand weiß, ob sie sich am Ende auch wirklich lohnt. Es geht vor allem darum, die Jugendlichen vorm Gefängnis zu bewahren. Denn nach der Haft werden zu viele von ihnen wieder rückfällig, circa 70 Prozent, das belegen Studien. Die eigene Statistik vom Schiff hingegen verspricht, zwei von drei Jungen in ein geregeltes Leben zu führen.
Die Filmemacherin Birgit Wärnke begleitet Aeneas und Sinan über anderthalb Jahre. Ihre Reise beginnt auf dem Atlantik vor den Kanaren und endet in Niedersachsen. Sie erzählt die besondere Geschichte der beiden Jugendlichen, die versuchen, Drogen, Diebstähle und Schlägereien hinter sich zu lassen.
Seit Jahren stehen auslands- und erlebnispädagogische Maßnahmen in der Kritik. Sie seien zu teuer und würden nichts bringen. Stimmt das? Was bringen solche Maßnahmen? Investiert das Jugendamt klug in die Zukunft von Problemkids? Was passiert, wenn die beiden vom Schiff kommen, werden sie in Deutschland eine Ausbildung beginnen oder sind die Versuchungen von Drogen und illegalen Kicks zu groß?
Der Film erzählt nicht nur die Geschichte der Jungen, auch die Geschichte von Menschen, die an die beiden glauben. Es sind Menschen wie der Sozialarbeiter Raik Lößnitz, der Sinan nach der Zeit auf dem Schiff zu Hause in seiner Familie aufnimmt, der sich mit seinen Kollegen um Aeneas kümmert, Wohnung und Praktikumsplätze besorgt. Es sind Menschen, die den beiden Jugendlichen Chancen geben, Praktika und Jugendhilfe ermöglichen. Werden Sinan und Aeneas sie nutzen?
"45 Min" mit einem Film über Jugendhilfe mit straffällig gewordenen Jugendlichen.


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