45 Min

  • Henrik R. (72) hat seine Mutter bis zu ihrem Tode gepflegt. Seitdem ist er depressiv. In einer Klinik sucht er Hilfe. Vergrößern
    Henrik R. (72) hat seine Mutter bis zu ihrem Tode gepflegt. Seitdem ist er depressiv. In einer Klinik sucht er Hilfe.
    Fotoquelle: NDR/b14film/A. Thiede
  • Arthur H. (55) ist Teamleiter bei Fielmann. Um eine schweren Depression zu überwinden, lebt er ein Jahr lang allein im Wald. Vergrößern
    Arthur H. (55) ist Teamleiter bei Fielmann. Um eine schweren Depression zu überwinden, lebt er ein Jahr lang allein im Wald.
    Fotoquelle: NDR/b14film/R. Engelke
  • Arthur H. (55) lebt ein Jahr allein im Wald. Hier will er aus seiner Depression herausfinden. Vergrößern
    Arthur H. (55) lebt ein Jahr allein im Wald. Hier will er aus seiner Depression herausfinden.
    Fotoquelle: NDR/b14film/R. Engelke
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    Fotoquelle: NDR
Report, Dokumentation
45 Min

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2017
NDR
Mo., 14.01.
22:00 - 22:45
Männer leiden anders: Tabu Depression


Auch bei den Menschen im Norden kommen im Alltagsleben viele Fragen auf. Erfahrene Filmemacher begeben sich daher auf die Suche und finden Antworten, die in Form von informativen Kurzfilmen gezeigt werden.
Burn-out? Ja! Aber eine Depression? Doch nicht bei Männern! Psychische Störungen beim "starken Geschlecht" werden oft tabuisiert. Zudem bleibt die Depression vielen Ärzten verborgen. Das liegt auch daran, dass eine männliche Depression nicht typisch traurig, antriebslos oder zurückgezogen verläuft. Stattdessen: Alkoholkonsum, Aggressionen, exzessiver Sport, Arbeitswut oder Sexsucht.
"45 Min" begleitet Arthur H. ein ganzes Jahr lang auf seinem Weg durch die Depression. Der 55-Jährige leidet unter "Stimmungsschwankungen". Seinen Beruf als Teamleiter bei Fielmann konnte er kaum noch ausüben. "Ich wurde immer aggressiver. Legte mich Kunden und Kollegen an." Es folgte sozialer Rückzug. Die Freude am Leben verschwand. "Ich wusste: Entweder steige ich aus oder ich nehme mir das Leben." Aber auch die Psychologische Ambulanz und Tabletten brachten ihm keine Hilfe.
Arthur H. entscheidet sich für eine Auszeit und zieht als Einsiedler in den Wald. Hier trifft ihn das Filmteam und begleitet ihn bei seinem Eremitendasein. Es geht mit ihm in ein nahe gelegenes Kloster, das er regelmäßig aufsucht. Hier hofft er, in den Gesprächen mit den Mönchen wieder Lebensmut zu finden.
Die Benediktiner sind auf depressive Männer spezialisiert. "Frauen fällt es leichter, über ihre Gefühle zu sprechen", erklärt Bruder Josef. Bei Männern setzt der Geistliche auf Körperarbeit: Bogenschießen, Schwertkampf oder Gartenarbeit, Holz hacken, Zeichnen.
Wird Arthur H. die Rückkehr in ein normales Leben schaffen?
Ursachen männlicher Depressionen sind oft Leistungsdruck oder seelische Krisen, etwa nach Trennungen. Ein Problem: die Scham. 50 Prozent der kranken Männer akzeptieren die Diagnose erst gar nicht. Und halten das Schweigen kaum aus: Jeden Tag nehmen sich in Deutschland 18 depressiv erkrankte Männer das Leben.
Andere hingegen lassen sich "einliefern". Die Wartelisten in psychiatrischen Kliniken sind lang. "45 Min" begleitet den 72-jährigen Henrik R. auf diesem Weg aus der Depression.


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