Auf dem Höhepunkt der Kuba-Krise im Jahr 1962 wird die amerikanische Öffentlichkeit von der Angst vor einem Atomkrieg beherrscht. Professor George Falconer , der an der Universität von Los Angeles Literatur unterrichtet, lässt das alles völlig kalt. Vor acht Monaten starb sein Lebensgefährte Jim bei einem Autounfall, seither hat sich George mit seiner heimlichen Trauer in einen Kokon eingesponnen. Denn in der Ära des Kalten Kriegs sind nicht nur Kommunisten, sondern auch Homosexuelle geächtet. Sogar die Teilnahme an der Beerdigung seines Geliebten war unerwünscht. Nun lebt der stille Akademiker nur noch in der Erinnerung an 16 glückliche Jahre mit Jim und findet keinen Zugang zur Gegenwart, geschweige denn Hoffnung für die Zukunft. Er beginnt, sich auf seinen Selbstmord vorzubereiten, akribisch und mit Stil. Der Revolver ist geladen, die Papiere geordnet und das letzte Treffen mit seiner platonischen Freundin Charley arrangiert. Doch seit einiger Zeit läuft ihm immer wieder der Student Kenny über den Weg, der offenbar mehr als nur Rat bei ihm sucht. Eine zärtliche Liebesnacht mit dem sensiblen jungen Mann verändert alles - und doch soll es schicksalhaft die letzte für George sein.