Traditionsgemäß schauen die politischen Korrespondenten der ARD aufs ablaufende Jahr zurück. Die Sorge ums Klima, der unberechenbaren Donald Trump, das Brexit-Chaos und die Krise der Volksparteien dürften dabei Erwähnung finden.

Die Korrespondenten der ARD blicken auf 2019 zurück. Naturgemäß finden sich in der seriösesten jener vielen TV-Formate, die das ablaufende Jahr zusammenfassen, vor allem Themen abseits des Boulevards wieder: die große Sorge ums Klima, die wohl alle anderen Debatten überstrahlte, das eskapadenreiche Wirken des Donald Trump oder die Mega-Krise der SPD. Auch der deutsche Zehnkampf-Gold-Held Niklas Kaul wird gewürdigt, die umstrittene Leichtathletik-WM von Doha jedoch nicht verschwiegen. Dank des großen Korrespondenten-Netzes der ARD schaut der 45 Minuten-Film zwar mit deutschen Augen, aber auch über den Tellerrand von in Deutschland lebenden Beobachtern auf die Welt. Herauskommt in der Regel ein Film, der einen melancholisch werden lässt: Was, schon wieder ein Jahr vorbei? Und: Wie viel Übel ist in diesem Jahr schon wieder auf dem Planeten passiert.

Es hat schon seinen Grund, warum die großen TV-Shows, die sich ebenfalls Jahresrückblick nennen, vorwiegend positive menschliche Leistungen suchen, um das Jahr zu bebildern. RTL sendete "2019! Menschen, Bilder, Emotionen" bereits am 8. Dezember, das ZDF folgt mit "Menschen 2019" am Donnerstag, 19. Dezember, 22.15 Uhr. Auch der satirische Ansatz ist populär: Nuhr – Der Jahresrückblick (Donnerstag, 19.12., 22.45 Uhr, ARD) oder die "heute show – Der Jahresrückblick" (Freitag, 13.12., 22.30 Uhr) im ZDF. Der Unterhaltungsfaktor des traditionellen politischen ARD-Jahresrückblicks ist vergleichsweise gering – was seiner nachdenklich machenden Faszination aber keinen Abbruch tut.


Quelle: teleschau – der Mediendienst