ARTE Reportage

Report, Reportage
ARTE Reportage

Infos
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2018
arte
Sa., 10.02.
16:40 - 17:35
Südafrika: Am Ende des Regenbogens


Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.

Thema:

Südafrika: Am Ende des Regenbogens

Vor 24 Jahren wählten die Südafrikaner Nelson Mandela zu ihrem Präsidenten - wie steht es heute um die "Regenbogen-Nation"?
Die ARTE-Reporter trafen Augenzeugen wieder, junge Frauen, die 1985 über die Gewalt gegen schwarze Kinder in den Gefängnissen des weißen Regimes vor der Kamera berichteten. Sie und die Kinder von damals, heute erwachsen, erzählen über ihr Leben in den Zeiten der Apartheid - und darüber, wie sie Südafrika heute sehen, nach den Jahren voller Hoffnung unter Nelson Mandela. Es gibt Wunden von damals, die noch immer schmerzen im Südafrika von heute: Der Graben zwischen den reichen Weißen und den noch immer armen Schwarzen scheint sich nur weiter zu vertiefen - hinzu kommen die steigende Arbeitslosigkeit und die Korruptions-Vorwürfe an die heutige Regierung unter Jacob Zuma. Die Wahl von Cyril Ramaphosa, ehemaliger Gewerkschafter und Geschäftsmann, an die Spitze des ANC, der Partei von Nelson Mandela, ist immerhin ein erster Hoffnungsschimmer seit Langem ...

Australien: Land ohne Arbeiter

Im Oktober 2017 schloss die Autofabrik Holden in Adelaide ihre Tore - eine australische Industrie-Ikone ...
Fast 70 Jahre lang liefen hier die Autos der Marke Holden vom Band, 1948 war das Gründungsjahr, gefördert vom australischen Staat unter der Obhut von General Motors. Kurz vor Holdens Schließung hatte bereits Toyota seine Fabrik in Australien geschlossen - allmählich stellen sich die Australier die Frage, ob sie bereits das postindustrielle Zeitalter eingeläutet haben: Vor zehn Jahren erwirtschaftete die Industrie-Produktion noch zwölf Prozent des Bruttosozialprodukts des Landes, heute sind es nur noch sechs Prozent. Die Australier nehmen das augenscheinlich gelassen hin. Als Holden seine Tore schloss, protestierten keine Arbeiter in Massen - noch liegt die Arbeitslosenquote in Down Under bei fünf Prozent. Die Holden-Arbeiter werden umgeschult und hoffen auf neue Jobs im Dienstleistungsgewerbe. Alles gut also? Australien scheint derzeit ein Vorreiter zu sein für das, was den Gesellschaften in der Europäischen Union noch bevorsteht.



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