ARTE Reportage

Report, Reportage
ARTE Reportage

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 30/07 bis 06/08
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2016
arte
Mo., 30.07.
06:15 - 07:10


Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.
(1): Syrien: Dahin, die Träume ...
Was ist aus der Freien Syrischen Armee geworden, die den Diktator Assad im Namen von Freiheit und Demokratie stürzen wollte? Verraten und verkauft erscheinen heute ihre Träume aus den ersten Wochen des sogenannten Arabischen Frühlings, zerrieben zwischen Assads Armee, dem Terror des IS und den Intrigen der internationalen Diplomatie. ARTE-Reporter Paul Moreira filmte bereits 2011 eine Rebellengruppe der Freien Armee in Syrien, heimlich und unter den widrigen Umständen des Krieges. Ali war der Anführer einer kleinen Bürgermiliz der Freien Syrischen Armee in der Region von Edlib. Im letzten Herbst fand der Reporter ihn wieder, in der Türkei, dicht an der Grenze zu Syrien, wieder vereint mit Freunden und Familie, aber tief enttäuscht vom Scheitern der Revolte. Einer seiner Kameraden von damals, Ghazi, kämpft heute noch, und das ausgerechnet bei den Terroristen vom Islamischen Staat - aus Freunden wurden Feinde. Für Ali, den Kämpfer für Demokratie und Freiheit in Syrien, ist eines klar: Schuld am Scheitern der Revolution sei auch Europa, denn die EU habe die Freie Syrische Armee fallen lassen ...
(2): Pakistan: Exil-Afghane? Raus!
Jeden Tag schiebt Pakistan Tausende Afghanen ab - obwohl manche von ihnen schon seit Jahrzehnten dort lebten. Seit der Invasion sowjetischer Truppen in Afghanistan im Jahr 1979 war das Nachbarland Pakistan die wichtigste Zuflucht für afghanische Flüchtlinge. Über 2 Millionen Afghanen lebten bis vor kurzem in Pakistan, die meisten von ihnen gut integriert im selbst gewählten Exil. Doch vor einigen Monaten entschied die Regierung Pakistans, sie alle wieder in ihre alte Heimat abzuschieben, bis spätestens März 2017. Grund dafür sind die politischen Spannungen zwischen den beiden Ländern: Islamabad beschuldigt die Exil-Afghanen, den Terrorismus in Pakistan zu unterstützen. Politische Beobachter wiederum werfen der pakistanischen Regierung vor, sie wolle Afghanistan durch die Massenabschiebung politisch destabilisieren. In den letzten fünf Monaten schoben sie 600.000 Afghanen ab - bis zum Einbruch des Winters gut 6.000 pro Tag. Manche der Jüngeren sehen zum ersten Mal in ihrem Leben die Heimat ihrer Eltern und Großeltern. Hilfe bei der Eingliederung in die fremde Heimat können sie von der afghanischen Regierung kaum erwarten. Denn die ist vollauf damit beschäftigt, die wiedererstarkten Taliban-Terroristen abzuwehren ...

Thema:

Syrien: Dahin, die Träume

(1): Syrien: Dahin, die Träume ... Was ist aus der Freien Syrischen Armee geworden, die den Diktator Assad im Namen von Freiheit und Demokratie stürzen wollte? Verraten und verkauft erscheinen heute ihre Träume aus den ersten Wochen des sogenannten Arabischen Frühlings, zerrieben zwischen Assads Armee, dem Terror des IS und den Intrigen der internationalen Diplomatie. ARTE-Reporter Paul Moreira filmte bereits 2011 eine Rebellengruppe der Freien Armee in Syrien, heimlich und unter den widrigen Umständen des Krieges. Ali war der Anführer einer kleinen Bürgermiliz der Freien Syrischen Armee in der Region von Edlib. Im letzten Herbst fand der Reporter ihn wieder, in der Türkei, dicht an der Grenze zu Syrien, wieder vereint mit Freunden und Familie, aber tief enttäuscht vom Scheitern der Revolte. Einer seiner Kameraden von damals, Ghazi, kämpft heute noch, und das ausgerechnet bei den Terroristen vom Islamischen Staat - aus Freunden wurden Feinde. Für Ali, den Kämpfer für Demokratie und Freiheit in Syrien, ist eines klar: Schuld am Scheitern der Revolution sei auch Europa, denn die EU habe die Freie Syrische Armee fallen lassen ... (2): Pakistan: Exil-Afghane? Raus! Jeden Tag schiebt Pakistan Tausende Afghanen ab - obwohl manche von ihnen schon seit Jahrzehnten dort lebten. Seit der Invasion sowjetischer Truppen in Afghanistan im Jahr 1979 war das Nachbarland Pakistan die wichtigste Zuflucht für afghanische Flüchtlinge. Über 2 Millionen Afghanen lebten bis vor kurzem in Pakistan, die meisten von ihnen gut integriert im selbst gewählten Exil. Doch vor einigen Monaten entschied die Regierung Pakistans, sie alle wieder in ihre alte Heimat abzuschieben, bis spätestens März 2017. Grund dafür sind die politischen Spannungen zwischen den beiden Ländern: Islamabad beschuldigt die Exil-Afghanen, den Terrorismus in Pakistan zu unterstützen. Politische Beobachter wiederum werfen der pakistanischen Regierung vor, sie wolle Afghanistan durch die Massenabschiebung politisch destabilisieren. In den letzten fünf Monaten schoben sie 600.000 Afghanen ab - bis zum Einbruch des Winters gut 6.000 pro Tag. Manche der Jüngeren sehen zum ersten Mal in ihrem Leben die Heimat ihrer Eltern und Großeltern. Hilfe bei der Eingliederung in die fremde Heimat können sie von der afghanischen Regierung kaum erwarten. Denn die ist vollauf damit beschäftigt, die wiedererstarkten Taliban-Terroristen abzuwehren ...



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