ARTE Reportage

Report, Zeitgeschehen
ARTE Reportage

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 01/08 bis 08/08
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2017
arte
Mi., 01.08.
06:15 - 07:10


Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.
(1): Italien: Chinese oder Italiener?
In der Toskana nahe Florenz ist die Textilindustrie "Made in Italy" inzwischen fest in chinesischer Hand. In den 90er Jahren kamen die ersten Chinesen aus der Provinz Wenzhou nach Prato, eine kleine Stadt 15 Kilometer nordwestlich von Florenz. Dort fanden sie Arbeit in der damals noch florierenden Textilindustrie Italiens. Viele Chinesen begannen zunächst als Arbeiter und machten sich später selbstständig - mit dem Niedergang der Textilindustrie Italiens verlegten sich die Einwanderer dann sehr erfolgreich auf die preiswerte Konfektionsware. Die chinesischstämmigen Unternehmer spielen inzwischen eine wichtige Rolle für die Wirtschaft in Prato.
Heute zählt die chinesische Gemeinde in Prato 50.000 Menschen, damit liegt sie an dritter Stelle nach London und Paris, sie stellen inzwischen auch 40 Prozent der Neugeborenen im städtischen Krankenhaus. Diese Kinder stehen zwischen der Kultur ihrer Eltern, die noch immer von der alten Heimat träumen, und der Kultur Italiens. In einem alten Industriegebäude in Prato haben die Chinesen eine Art Sonntagsschule für ihre Kinder eingerichtet. Dort lernen sie am Wochenende Chinesisch, traditionelle chinesische Tänze und Kampfsport. Die Jungen zwischen 16 und 18 Jahren sollen sich ja entscheiden können, was und wer sie sind, Italiener, Chinese oder sogar beides ...
(2): Kenia: Grundeinkommen, bedingungslos
Jeden Monat ein Gehalt für die Ärmsten, 12 Jahre lang, dank der Spenden aus dem Silicon Valley ...
Die amerikanische NGO GiveDirectly startet diesen großen Feldversuch bei den Ärmsten der Armen in Kenia. Sie sind überzeugt davon, dass ein bedingungsloses Monatsgehalt die Menschen dazu anregt aktiv zu werden - anders als etwa Lebensmittel- oder Kleiderspenden. Genau so wie es die philosophischen Vordenker in den letzten 200 Jahren immer wieder prognostiziert haben. Die Spenden der Giganten aus dem Silicon Valley ermöglichen dies über 12 Jahre lang, gleichzeitig beobachten die wissenschaftlichen Mitarbeiter genau, wie die Menschen ihr neues Grundeinkommen verwenden.

Thema:

Italien: Chinese oder Italiener?

(1): Italien: Chinese oder Italiener? In der Toskana nahe Florenz ist die Textilindustrie "Made in Italy" inzwischen fest in chinesischer Hand. In den 90er Jahren kamen die ersten Chinesen aus der Provinz Wenzhou nach Prato, eine kleine Stadt 15 Kilometer nordwestlich von Florenz. Dort fanden sie Arbeit in der damals noch florierenden Textilindustrie Italiens. Viele Chinesen begannen zunächst als Arbeiter und machten sich später selbstständig - mit dem Niedergang der Textilindustrie Italiens verlegten sich die Einwanderer dann sehr erfolgreich auf die preiswerte Konfektionsware. Die chinesischstämmigen Unternehmer spielen inzwischen eine wichtige Rolle für die Wirtschaft in Prato. Heute zählt die chinesische Gemeinde in Prato 50.000 Menschen, damit liegt sie an dritter Stelle nach London und Paris, sie stellen inzwischen auch 40 Prozent der Neugeborenen im städtischen Krankenhaus. Diese Kinder stehen zwischen der Kultur ihrer Eltern, die noch immer von der alten Heimat träumen, und der Kultur Italiens. In einem alten Industriegebäude in Prato haben die Chinesen eine Art Sonntagsschule für ihre Kinder eingerichtet. Dort lernen sie am Wochenende Chinesisch, traditionelle chinesische Tänze und Kampfsport. Die Jungen zwischen 16 und 18 Jahren sollen sich ja entscheiden können, was und wer sie sind, Italiener, Chinese oder sogar beides ... (2): Kenia: Grundeinkommen, bedingungslos Jeden Monat ein Gehalt für die Ärmsten, 12 Jahre lang, dank der Spenden aus dem Silicon Valley ... Die amerikanische NGO GiveDirectly startet diesen großen Feldversuch bei den Ärmsten der Armen in Kenia. Sie sind überzeugt davon, dass ein bedingungsloses Monatsgehalt die Menschen dazu anregt aktiv zu werden - anders als etwa Lebensmittel- oder Kleiderspenden. Genau so wie es die philosophischen Vordenker in den letzten 200 Jahren immer wieder prognostiziert haben. Die Spenden der Giganten aus dem Silicon Valley ermöglichen dies über 12 Jahre lang, gleichzeitig beobachten die wissenschaftlichen Mitarbeiter genau, wie die Menschen ihr neues Grundeinkommen verwenden.



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