ARTE Reportage

Report, Zeitgeschehen
ARTE Reportage

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 02/08 bis 09/08
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2017
arte
Do., 02.08.
06:15 - 07:05


Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.
(1): Mexiko: Der Opium-Krieg
Mexiko ist heute ein Großproduzent von Opium - mit dramatischen Folgen auch für die Menschen in den USA. Trotz der seit 1971 bestehenden "War on Drugs"-Kampagne ist die Zahl der Heroinabhängigen in den USA in den letzten Jahren geradezu explodiert. Die Nachfrage steigt immer noch, und die Lieferanten auf der anderen Seite der Grenze, in Mexiko, passen sich ihr marktgerecht an. Über 90 Prozent des in den USA konsumierten Heroins stammt inzwischen aus Mexiko. Lange Jahre war das Land vor allem ein Transitland für die Drogenschmuggler aus Südamerika, aber heute steht Mexiko in puncto Schlafmohnanbau an dritter Stelle der Weltrangordnung, hinter Afghanistan und Myanmar - die Drogenclans planen, bald die Nummer 1 zu werden.
Der Anbau und Schmuggel der Droge hat einen Krieg zwischen den Drogenkartellen, dem Staat und seinen Bürgern entfesselt: Zehntausende starben oder verschwanden bis heute spurlos; Entführung, Folter und Tod sind Alltag geworden für die Menschen in Mexiko - 36.000 Tote allein im Jahr 2016, dreimal mehr als in Afghanistan. Die "ARTE-Reportage" drehte bei den kleinen Bauern, die Schlafmohn anbauen, um ihre Armut zu überwinden, bei den Opfern des Kriegs der Kartelle und bei denen, die das alles kontrollieren.
(2): USA: Louisiana - Der Gefängnisstaat
Trauriger Weltrekord: Im US-Bundesstaat Louisiana sitzen zehnmal mehr Menschen im Knast als in Deutschland ...
Das liegt in Louisiana vor allem daran, dass die Mehrheit der Gefängnisse dort von den Sheriffs privatwirtschaftlich betrieben wird. Sie erhalten 24 US-Dollar pro Häftling am Tag Unterhalt vom Staat, und wenn weniger Menschen hinter Gittern sitzen, dann gibt es auch weniger Geld. Die sogenannten Parish Prisons sind eine wahre Plage für die Häftlinge und ein gutes Geschäft für die Betreiber - auch durch die spartanischen Verhältnisse dort: Bis zu 1.500 Gefangene nehmen sie auf, die dann mit bis zu 200 Personen in Gemeinschaftsschlafsälen nächtigen müssen. Dank modernster Überwachungskameras brauchen sie dort immer weniger Gefängniswärter. Ein Sheriff ist stolz darauf, die Besucherzellen abgeschafft zu haben, denn die Häftlinge und ihre Familienangehörigen dürfen sich in seinem Knast nur noch per Skype sehen - günstiger geht es nicht ...

Thema:

Mexiko: Der Opium-Krieg

(1): Mexiko: Der Opium-Krieg Mexiko ist heute ein Großproduzent von Opium - mit dramatischen Folgen auch für die Menschen in den USA. Trotz der seit 1971 bestehenden "War on Drugs"-Kampagne ist die Zahl der Heroinabhängigen in den USA in den letzten Jahren geradezu explodiert. Die Nachfrage steigt immer noch, und die Lieferanten auf der anderen Seite der Grenze, in Mexiko, passen sich ihr marktgerecht an. Über 90 Prozent des in den USA konsumierten Heroins stammt inzwischen aus Mexiko. Lange Jahre war das Land vor allem ein Transitland für die Drogenschmuggler aus Südamerika, aber heute steht Mexiko in puncto Schlafmohnanbau an dritter Stelle der Weltrangordnung, hinter Afghanistan und Myanmar - die Drogenclans planen, bald die Nummer 1 zu werden. Der Anbau und Schmuggel der Droge hat einen Krieg zwischen den Drogenkartellen, dem Staat und seinen Bürgern entfesselt: Zehntausende starben oder verschwanden bis heute spurlos; Entführung, Folter und Tod sind Alltag geworden für die Menschen in Mexiko - 36.000 Tote allein im Jahr 2016, dreimal mehr als in Afghanistan. Die "ARTE-Reportage" drehte bei den kleinen Bauern, die Schlafmohn anbauen, um ihre Armut zu überwinden, bei den Opfern des Kriegs der Kartelle und bei denen, die das alles kontrollieren. (2): USA: Louisiana - Der Gefängnisstaat Trauriger Weltrekord: Im US-Bundesstaat Louisiana sitzen zehnmal mehr Menschen im Knast als in Deutschland ... Das liegt in Louisiana vor allem daran, dass die Mehrheit der Gefängnisse dort von den Sheriffs privatwirtschaftlich betrieben wird. Sie erhalten 24 US-Dollar pro Häftling am Tag Unterhalt vom Staat, und wenn weniger Menschen hinter Gittern sitzen, dann gibt es auch weniger Geld. Die sogenannten Parish Prisons sind eine wahre Plage für die Häftlinge und ein gutes Geschäft für die Betreiber - auch durch die spartanischen Verhältnisse dort: Bis zu 1.500 Gefangene nehmen sie auf, die dann mit bis zu 200 Personen in Gemeinschaftsschlafsälen nächtigen müssen. Dank modernster Überwachungskameras brauchen sie dort immer weniger Gefängniswärter. Ein Sheriff ist stolz darauf, die Besucherzellen abgeschafft zu haben, denn die Häftlinge und ihre Familienangehörigen dürfen sich in seinem Knast nur noch per Skype sehen - günstiger geht es nicht ...



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