ARTE Reportage

Report, Zeitgeschehen
ARTE Reportage

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 16/08 bis 23/08
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2016
arte
Do., 16.08.
06:15 - 07:10
Peru: Die Mauer der Schande


Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.

Thema:

Peru: Die Mauer der Schande

Den reichen Norden vor dem armen Süden abzusperren - dafür steht in Perus Hauptstadt Lima eine Mauer - 10 Kilometer lang und 3 Meter hoch.
Zwei Drittel der 10 Millionen Einwohner Limas sind arm und sie müssen hinter dieser Mauer aus Beton und Stacheldraht leben, die die Viertel der Reichen sichert. Eine Holzhütte in den Armenvierteln kostet 300 Dollar, die Reichen können sich in ihren Vierteln Villen für bis zu 3 Millionen Dollar leisten. Diese sozialen Unterschiede führten dazu, dass die Reichen im ganzen Stadtgebiet 4.000 Mauern, Zäune und Sicherheitstore errichtet haben. Limas Stadtgebiet ist ein Flickenteppich verschiedenster Straßenzüge und Viertel, die sozial voneinander getrennt leben, nicht mehr miteinander kommunizieren und keine gemeinsame Identität entwickeln.
Gated Communities ("abgeschlossene Wohnbezirke") scheinen sich zu einer neuen Normalität in vielen Städten zu entwickeln. Nicht nur in Lima, sondern auch in ganz Süd- und Nordamerika sowie in Afrika. Es entspricht dem Verlangen der Wohlhabenderen nach Ruhe, Privatsphäre und Abgrenzung von anderen Gesellschaftsschichten. Doch wie ergeht es denen, die auf der armen Seite der Mauer leben müssen? Die ARTE-Reporter erkundeten das Leben diesseits und jenseits der "Mauer der Schande" in Lima.

Israel: Wettlauf um Anerkennung

Ein Lehrer hat einen Sportverein gegründet, um Flüchtlinge aus Afrika in Israel zu integrieren...
In den letzten 10 Jahren kamen 40.000 Flüchtlinge aus Eritrea, dem Sudan und Nigeria nach Israel, die meisten über die Grenze von Ägypten, nach einem langen und lebensgefährlichen Marsch durch die Wüste. Da diese Menschen aus Kriegsgebieten flohen, dürfen sie nicht abgeschoben werden - andererseits aber gewährt Israel nur selten nicht-jüdischen Einwanderern einen offiziellen Status als Flüchtling.
Der Sportlehrer Rotem Genossar hat für diese Menschen einen Sportverein gegründet, mit dem Ziel, ihnen über ihre Leistung als Sportler zu israelischen Papieren zu verhelfen: Er betreut 80 Athleten aus Afrika im Alter zwischen 6 und 22 Jahren. Einige seiner Schützlinge durften an offiziellen Wettkämpfen teilnehmen, auch an solchen, bei denen eigentlich nur israelische Staatsbürger antreten. Ein paar seiner Athleten haben dank ihrer guten Leistungen Studien-Stipendien erhalten. Das verzeichnet Rotem Genossar auch als einen Sieg für sein Engagement.



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