ARTE Reportage

Report, Reportage
ARTE Reportage

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 23/08 bis 30/08
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2018
arte
Do., 23.08.
06:15 - 07:10
Bangladesch: Die Kinder der Rohingyas


Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.

Thema:

Bangladesch: Die Kinder der Rohingyas

Als ihr Dorf in Myanmar im Sommer in Flammen stand, flüchtete Nour-Mohamed mit seiner Familie nach Bangladesch.
Sie gehören zu den 650.000 Rohingyas, der muslimischen Minderheit in Myanmar, die das heute weltgrößte Flüchtlingslager am Ufer des Flusses Naff in Bangladesch bevölkern. Eltern und Großeltern fanden sich nach den Wirren der Flucht im Herbst wieder, eine Tochter vermissten sie lange - bis heute leben sie in steter Sorge, wie es ihren in Myanmar gebliebenen Verwandten geht.
Im Camp Kutupalong leben inzwischen auch 8.000 Waisenkinder - viele Eltern wurden von der Armee Myanmars oder von radikalen Buddhisten getötet, andere Familien haben sich auf der Flucht aus den Augen verloren. Um Hunderte dieser elternlosen Kinder kümmert sich jetzt Hefazat-e-Islam, die einflussreichste islamistische Organisation in Bangladesch. Sie lassen die Kinder in einer der rasch aufgebauten 1.500 Koranschulen unterrichten - allerdings legen sie dort mehr Wert auf das Auswendiglernen des Korans als etwa auf Mathematik-Lektionen.
Nour-Mohamed und seine Familie hoffen auf die Vereinbarung zwischen Bangladesch und Myanmar über die Rückführung der Rohingyas in ihre alte Heimat. Allerdings haben sie und viele andere Flüchtlinge Bedenken: Ihre Dörfer sind zerstört, ihr Besitz gestohlen, und der Hass der radikalen Buddhisten auf die Muslime hat sich in Myanmar bis heute nicht gelegt.

USA: Sucht und Tod auf Rezept

In den USA sind Schmerzmittel auf Opiumbasis heute Todesursache Nummer eins bei Erwachsenen unter 50 Jahren.
Jeden Tag sterben in den USA Menschen am Missbrauch von Opioiden, die ihnen eigentlich als Schmerzmittel helfen sollten, schwere Krankheiten oder Unfälle zu überstehen. Doch in den letzten Jahren ist die Verschreibung solcher schwerer Schmerzmittel von Seiten der Ärzte wohl allzu leichtfertig gehandhabt worden, und die Pharmafirmen redeten das Risiko klein, davon abhängig zu werden. Dabei steigt dieses Risiko schon nach wenigen Tagen der Einnahme. Inzwischen sollen mindestens zwei Millionen Amerikaner süchtig sein, über 30.000 starben in den letzten 15 Jahren an einer Überdosis. Der Tod von Prominenten wie Prince oder Michael Jackson warf ein erstes und grelles Schlaglicht auf den Missbrauch der Painkiller - dahinter aber scharen sich die Opioidsüchtigen aus allen sozialen Schichten.



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