ARTE Reportage
Info, Zeitgeschehen • 15.01.2022 • 17:25 - 18:15
Lesermeinung
Vergrößern
Vergrößern
Originaltitel
Arte Reportage
Produktionsland
F, D
Produktionsdatum
2021
Info, Zeitgeschehen

ARTE Reportage

(1): Palästina: Proteste gegen die Autonomiebehörde Am 24. Juni 2021 prügelten palästinensische Sicherheitskräfte den Oppositionspolitiker Nizar Banat zu Tode. Der Oppositionspolitiker hatte die Korruption in der Palästinensischen Autonomiebehörde immer wieder scharf kritisiert, vor allem in den Sozialen Netzwerken. Im Westjordanland gingen daraufhin viele Palästinenser auf die Straße und kritisierten offen ihr Regime und vor allem den 86-jährigen Mahmud Abbas. Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde klammert sich an die Macht, er hat die ersten Wahlen seit 16 Jahren abgesagt. ARTE-Reporter trafen Palästinenser, die keine Angst mehr davor haben, ihre Anführer von der Fatah in Ramallah offen zu kritisieren: Die Familie von Nizar Banat erzählt von den Einschüchterungen in ihrem Kampf um Gerechtigkeit; Milizionäre aus den Lagern berichten, warum sie sich nun radikalen Bewegungen anschließen wollen. Schüler aus der Region Hebron fühlen sich angesichts der zunehmenden Gewalt durch israelische Siedler von ihrer politischen Führung allein gelassen. Ehemalige israelische Sicherheitsbeamte warnen vor der gefährlichen Lage in den palästinensischen Gebieten. Immer mehr Palästinenser im Westjordanland sagen heute: "Wir leben unter zwei Besatzungen. Der von Israel und der von der Palästinensischen Autonomiebehörde." (2): Mongolei: Vom Segen und Fluch der Kohle Die Förderung der Kohle brachte den Wohlstand in die Mongolei - aber ihr Segen wird allmählich zu einem Fluch. Seit 20 Jahren befeuern die Förderung und der Export der Kohle die Wirtschaft in der Mongolei, dank der Kohle wuchsen neue Städte in den Himmel: Die Hauptstadt Ulan Bator etwa entwickelt sich rasant. In der Wüste Gobi, zehn Autostunden von Ulan Bator entfernt, sind Männer wie Altan Tsog stolz darauf, die größten Kohlereserven der Welt auszubeuten. Die Tavan Tolgoi-Mine steht auf über 7 Milliarden Tonnen Kohle, ausbeutbar im Tagebau. Aber Altan Tsog hat auch eine Tochter, sie ist zwei Jahre alt, und sie leidet an einer Herzkrankheit. Nach Ansicht der Ärzte ist der Kohlestaub schuld daran. Er schwebt überall und immer in der Luft. Laut einer aktuellen UNICEF-Studie hat sich die Zahl der Lungenerkrankungen in der Mongolei in den letzten zehn Jahren fast verdreifacht. Lungenentzündungen sind mittlerweile die häufigste Todesursache bei Kindern unter fünf Jahren. Kinder, die in kohlebeheizten Jurten aufwachsen, haben eine um 40% geringere Atemkapazität als der Durschnitt ihrer Altersgenossen. In Ulan Bator, wo mehr als die Hälfte der mongolischen Bevölkerung lebt, ist der Himmel schwarz vom Kohlerauch der Öfen, die Luft dick, klebrig und mit Rußflocken gesättigt. Dort messen sie Rekordwerte für die Luftverschmutzung. Die Regierung hat das Problem erkannt und wenigstens die Verwendung der schmutzigen Rohkohle verboten. Die Mongolei ist jedoch wirtschaftlich zu sehr von der Kohle abhängig: Das Land hat nicht die Mittel, um eine echte Umweltpolitik zu betreiben. Und so wird der Segen allmählich zu einem Fluch …

Das beste aus dem magazin
Dr. Carsten Lekutat ist niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin und Sportarzt in Berlin, Buchautor sowie Moderator der MDR-Fernsehsendung "Hauptsache Gesund".
Gesundheit

Mit Zungenschaber gegen unangenehmen Atem

Mundgeruch kann verschiedene Ursachen haben. Diese können vom Magen, den Zähnen oder der Zunge herrühren. Speziell wenn über einen längeren Zeitpunkt keine Nahrung gekaut wurde, ist die Ursache des unangenehmen Mundgeruchs in aller Regel der Mikrobelag auf der Zunge.
Caroline Peters (links) spielt Irene, Natalia Belitski ihre Kollegin Julia.
HALLO!

Caroline Peters: "Eine Rolle mit unzähligen Möglichkeiten"

Im neuen Krimi-Format "Kolleginnen" spielt Caroline Peters Irene Gaup, die sich in der schwierigen Situation wiederfindet, mit ihrem Ex-Mann, Staatsanwalt Hans (Götz Schubert), und dessen Geliebter Julia (Natalia Belitski) zusammenarbeiten zu müssen. Eine durchaus konfliktgeladene Konstellation.
Dr. Ebru Yildiz ist Leiterin des Westdeutschen Zentrums für Organtransplantation der Universitätsmedizin Essen.
Gesundheit

Spenden Sie ein Organ?

Über 9000 Menschen warten in Deutschland derzeit auf ein Spenderorgan. Im Jahr 2020 spendeten 916 Menschen nach dem Tod ihre Organe. Nahezu 3000 Patientinnen und Patienten konnten so mit einem lebensnotwendigen Transplantat versorgt werden. Die Zahl der Organspendenden reicht jedoch bei weitem nicht aus.
Greiz war die Residenzstadt des Fürstentums Reuß älterer Linie.
Nächste Ausfahrt

Dittersdorf: Residenzstadt Greiz – "Perle des Vogtlandes"

Auf der A 9 von Berlin nach München sehen Autofahrer nahe der Anschlussstelle 27 das braune Hinweisschild "Residenzstadt Greiz". Wer die Autobahn hier verlässt, gelangt zur Stadt im thüringischen Vogtland an der Grenze zu Sachsen.
Sonja Zietlow und Daniel Hartwich.
HALLO!

Sonja Zietlow und Daniel Hartwich: "Man trieft nicht so"

Ein neuer Arbeitsplatz für Sonja Zietlow und Daniel Hartwich: Das "Dschungelcamp" steht in diesem Jahr erstmals in Südafrika. Zumindest Zietlow ist bekennender Südafrika-Fan.
Der Thron südlich von Koblenz stammt aus dem 12. Jahrhundert.
Nächste Ausfahrt

Koblenz/ Waldesch: Königsstuhl Rhens

Auf der A 61 von Kaldenkirchen nach Hockenheim begegnet Autofahrern nahe der AS 40 das Hinweisschild "Königsstuhl Rhens im Welterbe Oberes Mittelrheintal".