Abenteuer Archäologie

  • Im 15. Jahrhundert bauten die Inka die spektakuläre terrassenförmige Anlage von Choquequirao, die sich über mehr als 100 Hektar erstreckt, mit bloßen Händen in den Berg. Vergrößern
    Im 15. Jahrhundert bauten die Inka die spektakuläre terrassenförmige Anlage von Choquequirao, die sich über mehr als 100 Hektar erstreckt, mit bloßen Händen in den Berg.
    Fotoquelle: © Tournez S/ARTE France
  • Die heutige Etappe führt zu einem wenig bekannten Juwel der Inka-Architektur, der Ruinenstadt Choquequirao: Sie liegt rund 100 Kilometer von Machu Picchu entfernt und erhebt sich in über 3.000 Meter Höhe über einen der tiefsten Canyons der Welt. Vergrößern
    Die heutige Etappe führt zu einem wenig bekannten Juwel der Inka-Architektur, der Ruinenstadt Choquequirao: Sie liegt rund 100 Kilometer von Machu Picchu entfernt und erhebt sich in über 3.000 Meter Höhe über einen der tiefsten Canyons der Welt.
    Fotoquelle: © Tournez S/ARTE France
  • Über einer der tiefsten Schluchten der Welt thront Choquequirao in mehr als 3.000 Meter Höhe. Vergrößern
    Über einer der tiefsten Schluchten der Welt thront Choquequirao in mehr als 3.000 Meter Höhe.
    Fotoquelle: © Tournez S/ARTE France
  • Im 15. Jahrhundert haben die Inka den Berg buchstäblich abgetragen, um die fantastische Anlage von Choquequirao zu errichten. Vergrößern
    Im 15. Jahrhundert haben die Inka den Berg buchstäblich abgetragen, um die fantastische Anlage von Choquequirao zu errichten.
    Fotoquelle: © Tournez S/ARTE France
Info, Archäologie
Abenteuer Archäologie

Infos
Originaltitel
Enquêtes archéologiques
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2018
arte
Mi., 01.07.
06:20 - 06:50
Folge 1, Die heilige Geografie der Inka


Zwei berühmte archäologische Stätten in Peru, die im 15. Jahrhundert gegründete Inka-Hauptstadt Cusco und der sagenumwobene königliche Palast in Machu Picchu von circa 1450, bergen kaum noch Geheimnisse für die Wissenschaft. Das Interesse der Forschung konzentriert sich derzeit ganz auf ein anderes, weit weniger bekanntes Juwel der Inka-Architektur: die Ruinenstadt Choquequirao. Sie liegt rund 100 Kilometer von Machu Picchu entfernt und erhebt sich in über 3.000 Meter Höhe über einen der tiefsten Canyons der Welt. Im 15. Jahrhundert bauten die Inka die spektakuläre terrassenförmige Anlage, die sich über mehr als 100 Hektar erstreckt, mit bloßen Händen in den Berg. Warum verwendeten sie eine solche Energie darauf, in dieser entlegenen Andenregion eine Stadt zu errichten? Was mag sie dazu bewogen haben, ein Zeichen ihrer Kultur in die schroffe Landschaft zu setzen? Um den Geheimnissen von Choquequirao auf die Spur zu kommen, bedienten sich die Wissenschaftler um den Archäologen Thibault Saintenoy der Methoden der Landschaftsarchäologie. Diese untersucht, wie eine Kulturlandschaft durch den Eingriff des Menschen in seine natürliche Umwelt entsteht. Mittels einer Drohne filmte Thibault Saintenoy mehrere Tausend Luftbilder von der Anlage. Anschließend erstellten die Forscher eine Fotogrammetrie und ein dreidimensionales Modell von Choquequirao. Die Analyse des Stadtplans und der Ausrichtung der Bauten innerhalb der Landschaft ergab, dass jedes Element der Umgebung - Berge, Gletscher, Fluss und selbst der Sternenhimmel - eine tiefere Bedeutung für die Inka hatte. Die Andenstadt entspricht also einer "heiligen Geografie": einer in die Gebirgslandschaft eingeschriebenen Weltvorstellung.


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