Abenteuer Archäologie

  • Jeremy Hollman (re.) zeigt Peter Eeckhout (li.) eine Gruppe von Bildern, die den typischen Tanz der San darstellen. Vergrößern
    Jeremy Hollman (re.) zeigt Peter Eeckhout (li.) eine Gruppe von Bildern, die den typischen Tanz der San darstellen.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Stephen Townley Bassett, Experte für die Konservierung der San-Malereien, hat bei dem Versuch, sie zu reproduzieren, entdeckt, dass den Pigmenten ein ganz besonderer Stoff beigemischt wurde. Vergrößern
    Stephen Townley Bassett, Experte für die Konservierung der San-Malereien, hat bei dem Versuch, sie zu reproduzieren, entdeckt, dass den Pigmenten ein ganz besonderer Stoff beigemischt wurde.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Im Südosten Südafrikas haben Archäologen die weltweit größte Ansammlung von Felsbildern entdeckt: 35.000 Zeichnungen sind im gesamten uKhahlamba Drakensberg Park verstreut. Praktisch jede Wand scheint damit verziert zu sein. Vergrößern
    Im Südosten Südafrikas haben Archäologen die weltweit größte Ansammlung von Felsbildern entdeckt: 35.000 Zeichnungen sind im gesamten uKhahlamba Drakensberg Park verstreut. Praktisch jede Wand scheint damit verziert zu sein.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Peter Eeckhout (re.) begleitet Pieter Jolly (li.) zu einer besonders schwer zugänglichen San-Felszeichnung 150 Kilometer nordwestlich des Drakensberg-Parks. Seit 20 Jahren erforscht der Archäologe an der Universität Kapstadt die Mischwesen auf den Felse Vergrößern
    Peter Eeckhout (re.) begleitet Pieter Jolly (li.) zu einer besonders schwer zugänglichen San-Felszeichnung 150 Kilometer nordwestlich des Drakensberg-Parks. Seit 20 Jahren erforscht der Archäologe an der Universität Kapstadt die Mischwesen auf den Felse
    Fotoquelle: ARTE France
Report, Archäologie
Abenteuer Archäologie

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 08/06 bis 07/08
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2018
arte
Fr., 08.06.
17:10 - 17:40
Folge 5, Die Felsmalereien des San-Volkes


Im südafrikanischen uKhahlamba Drakensberg Park gibt es etwa 35.000 Felsmalereien. Nirgendwo sonst auf der Welt finden sich prähistorische Kunstwerke in solcher Dichte. Angefertigt wurden die Bilder, deren älteste Exemplare vor etwa 30.000 Jahren und die letzten im 19. Jahrhundert entstanden, von den San, einem Volk von Jägern und Sammlern. Heute lebt nur noch eine kleine Gruppe von San in der Wüste der Nachbarländer Namibia und Botsuana. Mit ihrem Verschwinden ist auch das Wissen um die Bedeutung dieser über Jahrtausende entstandenen Malereien verloren gegangen. Welche Geschichte erzählen die San-Malereien? Welche Botschaft hinterließen ihre Schöpfer auf den Felsen? Nach jahrelangen Forschungsarbeiten ist es Archäologen endlich gelungen, die Zeichnungen zu entschlüsseln. Eine Tierdarstellung sollte sich als entscheidend für das Verständnis dieser Kunst erweisen: die Elantilope. Diese war eine Kreatur des San-Gottes Cagn und spielte eine vergleichbare Rolle in deren Religion wie die Taube für die Christen. Daneben versuchten die Archäologen herauszufinden, was die verschiedenen Mischwesen - halb Tier, halb Mensch - symbolisieren. Es entstand die Hypothese, dass es sich um sakrale Darstellungen handeln muss, nicht um Alltagsszenen. Weitere Belege für diese Vermutung lieferten die Neurowissenschaften, ein Forschungsfeld, das noch nie in der Archäologie bemüht wurde: Unter Berücksichtigung von Erkenntnissen aus der Neuropsychologie kamen die Archäologen zu dem Schluss, dass die Felsbilder Trancetänze darstellen, die eines der wichtigsten Rituale der San-Religion waren. Die Zeichnungen führten die Forscher letztlich in die mystische Welt der ersten Geistheiler Südafrikas - der Schamanen.


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