Abenteuer Seidenstraße

  • In Farg’ona in der Manufaktur Marg‘ilon sieht Alfred de Montesquiou, wie die Seide schon vor über 4.000 Jahren in China hergestellt wurde – vom Kokon bis zum Endprodukt. Vergrößern
    In Farg’ona in der Manufaktur Marg‘ilon sieht Alfred de Montesquiou, wie die Seide schon vor über 4.000 Jahren in China hergestellt wurde – vom Kokon bis zum Endprodukt.
    Fotoquelle: © Electron Libre Productions
  • Ein Handwerk, das im Farg’ona-Tal eine jahrtausendealte Tradition hat, ist die Töpferei. Die Werkstätten sind Familienbetriebe, in denen die Alten ihr Wissen an die Jungen weitergeben und die Produktion im Hinterhof präsentiert wird. Vergrößern
    Ein Handwerk, das im Farg’ona-Tal eine jahrtausendealte Tradition hat, ist die Töpferei. Die Werkstätten sind Familienbetriebe, in denen die Alten ihr Wissen an die Jungen weitergeben und die Produktion im Hinterhof präsentiert wird.
    Fotoquelle: © Electron Libre Productions Foto: ARTE France
  • Gemälde des in Taschkent berühmten Künstlers Faizulla Akhmadaliev: „In meinen Werken können durchaus europäische Ansätze erkennbar sein. Aber man soll nie vergessen, dass wir hier in Asien sind.“ Vergrößern
    Gemälde des in Taschkent berühmten Künstlers Faizulla Akhmadaliev: „In meinen Werken können durchaus europäische Ansätze erkennbar sein. Aber man soll nie vergessen, dass wir hier in Asien sind.“
    Fotoquelle: © Electron Libre Productions Foto: ARTE France
  • Die Geschäftsfrau Natalya Musina betreibt eines der besten Restaurants in Taschkent. Auf der Karte sind die chinesischen Teigtäschchen Manti ebenso vertreten wie Essigtomaten aus Russland oder iranischer Reis-Pilaw. Vergrößern
    Die Geschäftsfrau Natalya Musina betreibt eines der besten Restaurants in Taschkent. Auf der Karte sind die chinesischen Teigtäschchen Manti ebenso vertreten wie Essigtomaten aus Russland oder iranischer Reis-Pilaw.
    Fotoquelle: © Electron Libre Productions Foto: ARTE France
Natur + Reisen, Land + Leute
Abenteuer Seidenstraße

Infos
Originaltitel
La route de la soie
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2017
arte
Do., 26.03.
17:20 - 17:50
Folge 9, Farg'ona: Drehkreuz eines Kontinents


Nächster Zwischenstopp ist Taschkent, heutige Hauptstadt Usbekistans und eine der größten Städte Zentralasiens. Auch nach der Auflösung der Sowjetunion 1990 zeigt das Städtebild Taschkents die typischen Merkmale der ehemaligen Sowjetrepubliken. Hinter der Tillya-Sheikh-Moschee liegt das Altstadtviertel. Dort wohnen all diejenigen, denen die von der Regierung hochgezogenen Mietskasernen nicht zusagen. Verschleierte Frauen sind in Usbekistan selten, man sieht sie fast nur noch in Alt-Taschkent. Beeindruckend sind die verschiedenen ethnischen Einflüsse - der jahrhundertelange Kulturaustausch ist deutlich zu sehen. Es gibt nicht viele konservative Muslime in Usbekistan. Mit strenger Hand versucht die Regierung, ein Übergreifen des Islams aus dem Nachbarland Afghanistan zu verhindern. Nicht weit von Alt-Taschkent mit seinen verschleierten Frauen und bröckelnden Fassaden erstreckt sich der riesige, brandneue Chorsu-Basar. Hier dominieren westlich gekleidete Usbekinnen das Bild - sie sind keine Ausnahme, sondern die Regel in diesem Land. Der Basar gibt viele Hinweise auf die kulinarischen Traditionen der Usbeken, die von zahlreichen Kulturen geprägt wurden. Der Maler Faizulla Akhmadaliev ist eine Berühmtheit in Taschkent - auch er ist ein perfektes Beispiel für die kosmopolitische Kultur, in der sich Einflüsse aus West und Ost vermischen. Das nicht mehr weit entfernte Farg'ona-Tal war die einzige Verbindung zwischen Westen und Osten. Ob Händler oder Eroberer, alle mussten durch dieses Tal. Rund 800 Kilometer von Kaschgar entfernt wird der chinesische Einfluss immer deutlicher. Im Farg'ona-Tal ist eine uralte Tradition noch sehr lebendig: die der Puppenspieler und Märchenerzähler. Von Mariam Ashurova, der Direktorin eines Puppentheaters, erfährt Alfred, dass im usbekischen Puppentheater sowohl Einflüsse des chinesischen Schattentheaters als auch des türkisch-iranischen Kulturraums vereint sind. Ein Handwerk, das im Farg'ona-Tal eine Jahrtausende alte Tradition hat, ist die Töpferei. Der Ton ist von bester Qualität und die in China entwickelten Techniken wurden hier schon früh übernommen. Nach Tausenden von Kilometern in den Fußstapfen Marco Polos entdeckt Alfred de Montesquiou schließlich noch die begehrte Handelsware, die der Seidenstraße ihren Namen gegeben hat: In der Manufaktur Marg'ilon sieht er, wie Seide noch auf traditionelle Art hergestellt wird.


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