Abenteuer Sibirien

  • Die deutsche Vulkanologin Christel van den Bogaard erforscht die Bewegung der Erdplatten auf Kamtschatka. Vergrößern
    Die deutsche Vulkanologin Christel van den Bogaard erforscht die Bewegung der Erdplatten auf Kamtschatka.
    Fotoquelle: ZDF
  • Von den mehr als 160 Vulkanen auf Kamtschatka sind rund 30 aktiv. Vergrößern
    Von den mehr als 160 Vulkanen auf Kamtschatka sind rund 30 aktiv.
    Fotoquelle: ZDF
  • Im Nalychevo-Naturpark wurde mit Unterstützung des WWF ein Projekt für sanften Tourismus ins Leben gerufen: Wanderer können kleine Hütten mieten. Vergrößern
    Im Nalychevo-Naturpark wurde mit Unterstützung des WWF ein Projekt für sanften Tourismus ins Leben gerufen: Wanderer können kleine Hütten mieten.
    Fotoquelle: ZDF
  • Der vierjährige Marad lebt das ganze Jahr über mit seinen Eltern im Chum, dem traditionellen Wohnzelt der Nenzen, in der sibirischen Arktis. Vergrößern
    Der vierjährige Marad lebt das ganze Jahr über mit seinen Eltern im Chum, dem traditionellen Wohnzelt der Nenzen, in der sibirischen Arktis.
    Fotoquelle: ZDF
  • Im Winter ernähren sich die Rentiere der Nenzen von Flechten, die unter der Schneeschicht wachsen. Vergrößern
    Im Winter ernähren sich die Rentiere der Nenzen von Flechten, die unter der Schneeschicht wachsen.
    Fotoquelle: ZDF
  • Die Nenzen leben das ganze Jahr über im Chum, dem traditionellen Wohnzelt. Alle paar Wochen ziehen sie mit ihrem Zelt und den Tieren zu einem anderen Platz in der Tundra. Vergrößern
    Die Nenzen leben das ganze Jahr über im Chum, dem traditionellen Wohnzelt. Alle paar Wochen ziehen sie mit ihrem Zelt und den Tieren zu einem anderen Platz in der Tundra.
    Fotoquelle: ZDF
Natur+Reisen, Land und Leute
Abenteuer Sibirien

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 11/11 bis 18/11
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2012
arte
So., 11.11.
13:30 - 14:15
Vorstoß ins Unbekannte


Auf der Halbinsel Kamtschatka, einer der aktivsten Erdbebenzonen der Erde, erforscht die Vulkanologin Christel van den Bogaard mit ihrem Team die Mechanismen der Erdplatten-Tektonik. Sie versucht herauszufinden, welchem Rhythmus die Erdbeben und Vulkanausbrüche folgen und wie stark sie das Klima beeinflussen. Der Ethnologe Florian Stammler lebt mehrere Wochen im Jahr bei Rentierzüchtern auf der arktischen Halbinsel Jamal, unter der das größte Erdgasfeld der Erde lagert. Die Nenzen ziehen das ganze Jahr mit ihren Tieren durch die Eiswüste und müssen ihren traditionellen Alltag mit den Öl- und Gasmultis unter einen Hut bringen. Umweltexperten und Russlandkenner wie Markus Radday versuchen in einem schier aussichtslosen Kampf, die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt Sibiriens vor dem Raubbau der Rohstoffindustrie zu retten. Raddays besonderes Augenmerk gilt so seltenen Tieren wie Baikalrobben und Sibirischen Tigern. Diese deutschen Forscher wandeln auf den Spuren von Georg Wilhelm Steller. Mitte des 18. Jahrhunderts durchquerte der deutsche Wissenschaftspionier unter unvorstellbaren Strapazen das riesige Land im Auftrag des russischen Zaren. Der junge Deutsche wollte Sibirien erforschen und bis zum östlichen Ende vordringen. Von Kamtschatka aus sollte er gemeinsam mit dem dänischen Kapitän Vitus Bering nach einer Landverbindung zwischen Sibirien und Alaska suchen. Im Gegensatz zu Vitus Bering blieb Steller unbekannt, nur ein paar Tiere und Pflanzen wurden nach ihm benannt.
Atemberaubende Weite, klirrende Kälte, unvorstellbarer Reichtum: Das ist Sibirien. Ein Land der Superlative. So groß wie ein Kontinent, 37-mal so groß wie Deutschland. Der Zweiteiler "Abenteuer Sibirien" verknüpft die deutsche Historie Sibiriens mit der faszinierenden Gegenwart. Noch immer gilt das Gebiet als Schatzkammer Russlands. Gigantische Rohstoffvorkommen, unberührte Natur und die Tierwelt locken Glücksjäger an. Die Natur im fernen Osten ist erbarmungslos, das Leben in Sibirien steckt voller Gefahren. Trotzdem zieht es seit Jahrhunderten die Menschen in seinen Bann. In der russischen Weite sind sie auf der Suche nach Wissen und nach Glück. Es waren Deutsche, die sich im 18. Jahrhundert als erste Siedler in die unwirtlichen Gebiete des Ostens vorwagten und auf abenteuerlichen Expeditionen ihr Leben riskierten. Viele Deutsche folgten ihnen, bis heute. Sie alle suchen Chancen und Herausforderungen in diesem Land der Extreme. Im ersten Teil begleiten die Autoren deutsche Wissenschaftler auf ihren Reisen durch Sibirien. Auf Kamtschatka, einer der aktivsten Erdbebenzonen der Erde, erforscht die Vulkanologin Christel van den Bogaard mit ihrem Team die Mechanismen der Erdplatten-Tektonik. Sie versucht herauszufinden, welchem Rhythmus die Erdbeben und Vulkanausbrüche folgen und wie stark sie unser Klima beeinflussen. Der Film zeigt Florian Stammler auf der arktischen Halbinsel Jamal, unter der das größte Erdgasfeld der Erde lagert. Der Ethnologe lebt mehrere Wochen im Jahr bei Rentierzüchtern. Die Nenzen ziehen das ganze Jahr mit ihren Tieren durch die Eiswüste und müssen sich trotz ihres traditionellen Alltags mit den Öl- und Gasmultis arrangieren. Umweltexperten und Russlandkenner wie Markus Radday versuchen in einem schier aussichtslosen Kampf die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt Sibiriens vor dem Raubbau der Rohstoffindustrie zu retten. Raddays besonderes Augenmerk gilt so seltenen Tieren wie Baikalrobben und Sibirischen Tigern. Alle deutschen Forscher von heute wandeln auf den Spuren von Georg Wilhelm Steller. Mitte des 18. Jahrhunderts durchquerte der deutsche Wissenschaftspionier unter unvorstellbaren Strapazen das riesige Land im Auftrag des Zaren. Der junge Deutsche sollte Sibirien erforschen und bis zum östlichen Ende vordringen. Von Kamtschatka aus sollte er gemeinsam mit dem dänischen Kapitän Vitus Bering nach einer Landverbindung zwischen Sibirien und Alaska suchen. Im Gegensatz zu Vitus Bering blieb Steller unbekannt, nur ein paar Tiere und Pflanzen wurden nach ihm benannt. Anderthalb Jahre lang reiste Autor Kay Siering mit Kameramann Jürgen Heck und Assistent Yannick Schmeil immer wieder nach Sibirien. Insgesamt verbrachte das Team mehr als elf Wochen in der russischen Einsamkeit. Mehr als 60 000 Kilometer reiste die Crew mit Flugzeugen und Helikoptern über das gigantische Land. Temperaturen zwischen minus 40 Grad und plus 35 Grad Celsius stellten Filmemacher und Equipment immer wieder vor enorme Herausforderungen.


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