"Jede Familie hat mindestens ein Geheimnis, und meine ist keine Ausnahme." Lissette Orozco erfährt dies auf schmerzliche Weise, als ihre geliebte Tante Adriana 2007 vor den Augen der Familie festgenommen wird. Grund dafür ist Adrianas Mitarbeit für den chilenischen Geheimdienst DINA während der Pinochet-Diktatur. Drei Jahre später flieht Adriana nach Australien, seither fordern chilenische Einwanderer ihre Auslieferung. Vorgeworfen wird ihr die Mittäterschaft an Entführungen, Folter und Morden von damaligen Regimekritikern im Auftrag der chilenischen Geheimpolizei. Als Kind gab es für Lissette Orozco kein größeres Vorbild als Tante Adriana. Daher geht sie Adrianas Bitte nach, ihre Unschuld zu beweisen. Doch Nachforschungen und Gespräche bringen immer mehr Lügen ans Tageslicht: Alles deutet darauf hin, dass Adriana tatsächlich für Folter und Mord verantwortlich war. So gerät Orozcos Vorstellung von ihrer vermeintlich perfekten Tante ins Wanken. Lissette Orozco konfrontiert ihre Tante mit ihren Erkenntnissen - und dreht einen Film, in dem sie sich in ihre Kindheit zurückversetzt, Familiengeheimnisse preisgibt und eine Person, die sie einst so sehr bewunderte, infrage stellt.