Alien: Covenant

Spielfilm, Science-Fiction-Film
Wo kommt es her?
Von Andreas Fischer

Infos
Spielfilm in HD, [Bild: 16:9 ]
Originaltitel
Alien: Covenant
Produktionsland
USA
Produktionsdatum
2017
Altersfreigabe
16+
Kinostart
Do., 18. Mai 2017
ProSieben
So., 09.06.
22:40 - 01:00


Ridley Scott sucht in "Alien: Covenant" (2017) weiter nach dem Sinn des Lebens und lässt dabei mehr Alien-Horror zu als zuletzt in "Prometheus" (2012).

Wenn jemand zwei Minuten nach seiner Erschaffung auf dem Klavier "Der Einzug der Götter nach Walhalla" aus Richard Wagners "Rheingold" spielen kann, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um ein ziemlich perfektes Wesen. Wenn Ridley Scott diesem Wesen den Auftakt seines neuen Films überlässt und ihn voller Missachtung auf seinen Schöpfer herabblicken lässt, kann er sich noch so viel Mühe geben, um seinen neuen Science-Fiction-Streifen als "Alien"-Film zu verkleiden. Denn "Alien: Covenant" (2017), die Fortsetzung des "Alien"-Prequels "Prometheus" (2012), will im Kern ein philosophischer Essay sein über die ganz großen Fragen des Lebens. Dass es blutig zugeht, dass Kolonialisierungsbestrebungen im Weltraum zum Horrortrip werden und dass überall Monster lauern, ist der Versuch, die schwere Kost leichter verdaulich für Genrefans zu machen. ProSieben hat den Film nun als TV-Premiere im Programm.

Das perfekte Wesen in der ersten Szene ist David (Michael Fassbender), der Androide, den Ridley Scott in "Prometheus" zu einer intergalaktischen Forschungsreise durch das Weltall schickte. Am Ende des Films konnte sich die Maschine zusammen mit einer Wissenschaftlerin vor einem Alien in einer frühen Evolutionsstufe retten. Zehn Jahre später ist sein Nachfolgemodell Walter auf dem Raumschiff "Covenant" mit Hausmeisterarbeiten beschäftigt, während die Crew und 2.000 Kolonisten den Cryo-Schlaf der Gerechten schlafen.

Doch dann geht schief, was schiefgehen kann. Ein Sonnensturm sorgt für ein böses Erwachen, der alte Captain (James Franco in einem Cameo) ist tot, der neue (Billy Crudup) hilflos, und ein Notsignal lockt die Besatzung auf einen fremden Planeten. Dort läuft eine taffe Frau (Katherine Waterston, "Phantastische Tierwesen"-Reihe) zur Höchstform auf, während die anderen Mitglieder der Reisegruppe in einer Mischung aus Dummheit und Hilflosigkeit zu Opfern einer grauenhaften Bestie werden.

Der Ursprung menschlichen Lebens

Alles beim Alten ist bei "Alien: Covenant" aber nur die Oberfläche. Ridley Scott nutzt den Film als Vehikel für die Suche nach dem Ursprung. Er will das Wesen der Existenz ergründen, das Verhältnis der Menschen zu ihren Göttern ausloten. Scott lässt den Androiden Walter und seinen "Bruder" David lange, sehr lange über den Glauben, die Schöpfung und über den Wert des Lebens reden. Das wird von Fassbender in einer Doppelrolle schauspielerisch vortrefflich gemeistert, ist aber ziemlich anstrengend und zeitaufwendig.

Irgendwann muss dann alles ganz schnell gehen. Also spielt Scott die bewährte "Alien"-Partitur im letzten Drittel des Films im Rekordtempo herunter. Dieser Zeitraffer ist mehr pflichtbewusst als kohärent. Er wirkt ganz so, als würde der "Alien"-Erfinder seiner Fangemeinde (und dem geldgebenden Studio) gegenüber in einer Art Bringschuld stehen. The franchise must go on!

Ein weiterer Teil der Prequel-Reihe sollte eigentlich schon 2018 gedreht werden – nach dem eher überschaubaren Einspielergebnis von "Covenant" ist es dazu aber bislang nicht gekommen. Als Disney jedoch kürzlich die Rechte am Franchise mit der Übernahme des Medienkonzerns 21st Century Fox erwarb, ließ der Mäusekonzern verlautbaren, dass es zukünftig weitere Filme im "Alien"-Universum geben werde.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "Alien: Covenant" finden Sie hier.


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Der Trailer zu "Alien: Covenant"

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