Die ersten Szenen des dokumentarischen Kurzfilms «All Inclusive» bergen schon Situationskomik in sich: In einer Wasserrutschbahn bleibt kurz ein Mann stecken. Einem monströsen Bienenstock gleich fährt ein Kreuzfahrtschiff vorbei, in den einzelnen Waben stehen Menschen und winken. Immer und überall wird das Handy gezückt. Das Geschäft auf den Riesenkähnen boomt, Vergnügungsferien auf hoher See liegen im Trend. Die Schweizer Regisseurin Corina Schwingruber Ilic nahm sich diesem Phänomen an und lässt die kunstvoll gewählten Einstellungen ohne Kommentar auf das Publikum wirken. Es wirkt. «All Inclusive» feierte diesen Herbst am Filmfestival Venedig Premiere und hat am Dokfilmfestival in Leipzig gerade die Goldene Taube für besten Dokumentarkurzfilm gewonnen, was eine Qualifikation für die Oscars bedeutet.