Allein auf Station

  • Kamerateam im OP des Ev. Krankenhauses Mettmann Vergrößern
    Kamerateam im OP des Ev. Krankenhauses Mettmann
    Fotoquelle: MDR/Ulli Wendelmann
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    Katrin Schröder, Fachkrankenschwester, Klinikum Augsburg-Haunstetten
    Fotoquelle: MDR/Ulli Wendelmann
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    Fritz Nolting, Krankenpfleger, St. Franziskus-Hospital, Münster
    Fotoquelle: MDR/Ulli Wendelmann
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    Katrin Schröder, Fachkrankenschwester, Klinikum Augsburg-Haunstetten
    Fotoquelle: MDR/Ulli Wendelmann
Report, Dokumentation
Allein auf Station

MDR
Do., 11.10.
22:35 - 23:03


Allein mit dreißig Patienten auf Station. Das ist in deutschen Krankenhäusern immer häufiger keine Ausnahme mehr. Mitarbeiter werden ständig aus dem freien Wochenende geholt oder zu Überstunden genötigt, weil sonst der Dienstplan zusammenbricht. Der Krankenpfleger Fritz Nolting ist im katholischen St. Franziskus Hospital in Münster tätig. Den Fünfzigjährigen bringen besonders die Nachtschichten ans Limit. "Ich erlebe, dass Freunde, Kollegen, die heulen in der Umkleidekabine, weil sie eine harte Nacht gehabt haben. Und die dann auch wirklich verzweifelt sind. Es kriegt ja keiner mit, keiner sieht mich." Die 53-jährige Fachschwester Katrin Schröder arbeitet im kommunalen Klinikum Augsburg. Sie liebt ihren Beruf, doch sie muss immer mehr Patienten in kürzerer Zeit versorgen. Viele davon sind älter und kommen mit Mehrfacherkrankungen in die Klinik. "Ohne ein privates Netzwerk aus Familie, Freunden und Nachbarn hält man den stressigen Wechselschichten, Wochenenddiensten und Überstunden nicht lange stand." So ihre eigene Erfahrung. Während in Deutschland eine Fachkraft dreizehn Patienten betreut, sind es in Norwegen oder den Niederlanden maximal fünf. Die Mitarbeiter der Berliner Charité, Europas größtem Krankenhaus, haben deshalb demonstriert und gestreikt. Ein lauter, zorniger Hilferuf, der Wirkung zeigt. Der Film "Allein auf Station - Wie weiter mit der Krankenpflege" beschreibt den Alltag von Pflegekräften, benennt Ursachen des Pflegenotstands und stellt Krankenhäusern vor, die nach Modellen und Wegen für eine bessere Pflege suchen.

Thema:

Wie weiter mit der Krankenpflege?

Allein mit dreißig Patienten auf Station. Das ist in deutschen Krankenhäusern immer häufiger keine Ausnahme mehr. Mitarbeiter werden ständig aus dem freien Wochenende geholt oder zu Überstunden genötigt, weil sonst der Dienstplan zusammenbricht. Der Krankenpfleger Fritz Nolting ist im katholischen St. Franziskus Hospital in Münster tätig. Den Fünfzigjährigen bringen besonders die Nachtschichten ans Limit. "Ich erlebe, dass Freunde, Kollegen, die heulen in der Umkleidekabine, weil sie eine harte Nacht gehabt haben. Und die dann auch wirklich verzweifelt sind. Es kriegt ja keiner mit, keiner sieht mich." Die 53-jährige Fachschwester Katrin Schröder arbeitet im kommunalen Klinikum Augsburg. Sie liebt ihren Beruf, doch sie muss immer mehr Patienten in kürzerer Zeit versorgen. Viele davon sind älter und kommen mit Mehrfacherkrankungen in die Klinik. "Ohne ein privates Netzwerk aus Familie, Freunden und Nachbarn hält man den stressigen Wechselschichten, Wochenenddiensten und Überstunden nicht lange stand." So ihre eigene Erfahrung. Während in Deutschland eine Fachkraft dreizehn Patienten betreut, sind es in Norwegen oder den Niederlanden maximal fünf. Die Mitarbeiter der Berliner Charité, Europas größtem Krankenhaus, haben deshalb demonstriert und gestreikt. Ein lauter, zorniger Hilferuf, der Wirkung zeigt. Der Film "Allein auf Station - Wie weiter mit der Krankenpflege" beschreibt den Alltag von Pflegekräften, benennt Ursachen des Pflegenotstands und stellt Krankenhäusern vor, die nach Modellen und Wegen für eine bessere Pflege suchen.



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