Die frisch verheiratete Lena Kalbach hat ihr Richteramt niedergelegt und sucht neue Herausforderungen an der Seite ihres Ehemanns und Kollegen Friedrich Gross. Das Paar plant die Eröffnung einer gemeinsamen Kanzlei, doch unterschiedliche Berufsauffassungen werden dabei schnell zum Problem. Hinter ihrem Rücken übernimmt Friedrich die lukrative Rechtsberatung für Lenas Erzfeind, Domvikar Grossmann. Um des schnöden Mammons willen tritt Friedrich sogar wieder in die katholische Kirche ein. Wutentbrannt eröffnet Lena ihr eigenes Anwaltsbüro. Die Zeiten für freischaffende Juristen sind jedoch hart, und so kann Lena bei ihren Mandanten nicht wählerisch sein. Durch die Vermittlung ihrer Tochter Nike, die als Staatsanwältin arbeitet, erhält sie überraschend einen Job, den sie sich nie hätte träumen lassen. Der katholische Pfarrer Lukas Schloss hat 30.000 Euro aus der Spendenkasse des Doms veruntreut und sitzt in Untersuchungshaft. Lena vermutet, dass der Geistliche erpresst wurde und übernimmt seine Verteidigung. Dabei findet sie heraus, dass der sympathische Priester aus edlen Motiven handelte. Lenas Gerechtigkeitssinn erwacht. Sie muss verhindern, dass Lukas exkommuniziert wird, doch ausgerechnet Friedrich, als Anwalt mit allen Wassern gewaschen, vertritt die Gegenseite. Gerichtspräsident Kästle gerät zwischen die Fronten, es geht buchstäblich um Sein oder Nichtsein.