Außergewöhnliche Situationen verlangen außergewöhnliche Maßnahmen. Etwa das Kinderpalliativ-Team Rhein-Neckar. Wenn Kinder sterben müssen, ist dies das Schlimmste, was sich Menschen vorstellen können. Jochen Meyburg und Jeannine Lacroix kämpfen in der Kinderklinik Heidelberg um jedes junge Leben. Doch manchmal ist die Krankheit stärker. Kann den Kindern nicht mehr geholfen werden, sollen sie ihre letzten Wochen in der Familie zuhause ohne Schmerzen verbringen - begleitet von Jochen Meyburg und Jeannine Lacroix und ihrem Team. Dennis ist eines dieser betreuten Kinder. Er ist 17 und hat Leukämie. 90 Prozent der Kinder mit dieser Krebserkrankung können heute geheilt werden. Dennis nicht. Er hat zwei Stammzelltransplantationen hinter sich und keine Lust mehr. Auf die Schmerzen, auf die Klinik, auf die Ungewissheit. Deshalb hat er seine Familie gebeten: Bitte lasst mich sterben! Ein paar Monate hat er noch, wenn es gut läuft. Dieses kurze Leben will er nun nutzen. Sein ganzes Glück ist ein kleiner Hund, den er sich gekauft hat. Zwei Dinge will er unbedingt noch machen, ehe er geht: im Auto über den Hockenheimring brausen und seinen 18. Geburtstag feiern. Das Palliativteam macht solche Dinge für Kinder wie Dennis möglich. Sie lindern Schmerzen, organisieren Pflege, hören zu und unterstützen, wenn das Kind gehen muss. Jochen Meyburg und Jeannine Lacroix von der Kinderklinik Heidelberg gründeten zusammen mit der Mannheimer Kinderklinik und einem Stab aus Ärzten und Pflegern das Kinderpalliativ-Team Rhein-Neckar. Sie unterstützen die kranken Kinder und ihre Familien. Denn am Ende ist noch viel Platz für Glück. Eine hochemotionale Arbeit und belastend - doch die Ärzte sind überzeugt von ihrem Tun und der Sinnhaftigkeit. Und sie machen es für die Kinder und deren Angehörige gerne.